Lockerungen Buchläden, Kosmetikstudios und Kinderschuh-Geschäfte dürfen bald öffnen

Nach den Beratungen von Bund und Ländern sind in Thüringen nur leichte Lockerungen in drei Bereichen geplant. Eine entsprechende Verordnung soll ab dem 14. März bis zum 30. März gelten.

Ein Buchladen
Buchläden sollen bald wieder öffnen dürfen. (Symbolfoto) Bildrechte: imago images / Agencia EFE

In Thüringen sollen künftig Buchläden, Anbieter von Kinderschuhen und körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetikstudios wieder öffnen. Darauf verständigte sich das Kabinett am Donnerstag, wie die Staatskanzlei in Erfurt mitteilte. Angesichts der hohen Infektionszahlen seien nur in diesen drei Bereichen Öffnungen vorgesehen, hieß es. Im Freistaat lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 127,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Nach den Beratungen von Bund und Ländern vom Mittwochabend sollen die getroffenen Beschlüsse in den Thüringer Corona-Stufenplan eingearbeitet werden. Geplant ist, dass daraus eine neue Verordnung mit Corona-Regeln entsteht, die ab dem 14. März und bis zum 30. März gelten soll.

Thüringen mit höchster Inzidenz unter den Ländern

In die Verordnung sollen die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch aufgenommen werden, wie eine Sprecherin der Thüringer Staatskanzlei sagte. Darauf habe sich das Kabinett bei einer Sitzung am Donnerstag verständigt.

Bund und Länder hatten nach stundenlangen Beratungen am Mittwoch eine Verlängerung des Lockdowns bis 28. März beschlossen. Ein Stufenplan sieht zudem beim ausdauernden Unterschreiten von bestimmten Inzidenzwerten Lockerungen von Corona-Maßnahmen vor - ab bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100.

Allerdings ist Thüringen von diesem Ziel noch weit entfernt: Am Donnerstag lag die Zahl der neuen Fälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 127,5 - und damit erneut höher als am Vortag (124,5).

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04. März 2021 | 19:00 Uhr

149 Kommentare

DermbacherIn vor 39 Wochen

Wenn Frau Merkel behauptet, dass man sicherlich "den März brauche, um eine umfassende Sicherheitsstrategie für Öffnungen aufzubauen", dann ist das Staatsversagen par excellence. Wusste sie bis gestern noch nichts von einem Instrument namens Schnelltest? Und mit dieser dreisten Aussage rechtfertigt sie - neben dem Impfdebakel, dem RKI-Zahlensalat und allen anderen Versäumnissen - einen weiteren Monat Lockdown mit Pseudo-Lockerungen? Soll ich bei allen Einschränkungen der vergangenen Monate nun auch noch Verständnis dafür aufbringen, dass in einem ganzen Jahr KEINE Strategie aufgebaut wurde und diese jetzt im März 2021 erfolgen soll? Das ist eine Bankrotterklärung und eine ausgesprochen Peinliche noch dazu!

DermbacherIn vor 39 Wochen

Das RKI spricht davon, dass die Dunkelziffer dem 5-6-fachen der durch die anlassbezogenen Tests gefundenen Fälle entspricht.
Von daher sind "neue" Fälle doch eher Voodoo. Mann lernt dabei sehr wenig über das Infektionsgeschehen.

DermbacherIn vor 39 Wochen

Dieses Lockdown-Medikament ist ähnlich wie Antibiotika. Wenn man es zu oft und leichtfertig anwendet, bilden sich Resistenzen. Und genau das passiert gerade.
Noch mehr Restriktionen werden die Menschen kaum dazu bewegen, sich daran zu halten. Wir brauchen bessere Ideen als einfach nur zusperren.

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