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Thüringen verzeichnet wieder mehr Zuzüge als Fortzüge

Stand: 03. Oktober 2020, 15:00 Uhr

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Schon vor der Wiedervereinigung verließen mehr Menschen Thüringen, als neue in das heutige Bundesland zogen. Die große Abwanderungswelle folgte dann von 1989 bis 1991. Viele Ostdeutsche zogen in den Westen, vor allem auf der Suche nach Arbeit, wie das Berlin-Institut für Bevölkerungsentwicklung schreibt. Thüringen verlor in diesen drei Jahren Zehntausende Einwohner. Erst ab 1992 stabilisierte sich das Verhältnis von Zuzügen und Fortzügen - von da an zogen wieder deutlich mehr Menschen in das Bundesland.

Seit Ende der Neunzigerjahre nahm die Abwanderung wieder Fahrt auf, während weniger Menschen zuzogen. Dieser Trend kehrte sich erst in den vergangenen Jahren um. Thüringen weist seitdem ein positives Wanderungssaldo auf. Am Rückgang der Gesamtbevölkerung richtet das aber nur wenig aus. Hauptursache dafür ist, dass mehr Menschen sterben als geboren werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 03. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

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