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Anteil der Christen in Thüringen sinkt Jahr für Jahr

Stand: 03. Oktober 2020, 15:07 Uhr

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Wie in den meisten Regionen Deutschlands verlieren in Thüringen die zwei großen Kirchen Mitglieder. Auch der Anteil der Protestanten und Katholiken in der Gesamtbevölkerung sinkt Jahr für Jahr. 1991 galten 32,2 Prozent der Thüringer als evangelisch und 9,5 Prozent als katholisch. Im Jahr 2018 waren es nur noch 20,8 Prozent sowie 7,6 Prozent.

In Thüringen ist der Anteil der Christen an der Gesamtbevölkerung damit aktuell geringer als in den westlichen Bundesländern, allerdings höher als in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Eine Ausnahme in Thüringen ist das Eichsfeld, wo die Mehrheit der Bevölkerung katholisch ist.

Mit der Wiedervereinigung erwarteten viele Kirchenleute eine Renaissance des Christentums in den ostdeutschen Ländern, wie das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in seiner neuesten Publikation zur Deutschen Einheit schreibt. Allerdings setzte sich der Mitgliederschwund im Osten fort und erfasste auch den Westen. Die Grafik oben zeigt den Anteil der Katholiken und Protestanten in Thüringen gemessen an der Gesamtbevölkerung von 2001 bis 2018.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 03. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

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