Ländliche Entwicklung Shops müssen 24 Stunden offen sein: Thüringen fördert Dorfläden weiter

Dorfläden oder Verkaufsautomaten werden in Thüringen weiter gefördert. Voraussetzung ist, dass diese 24 Stunden offen sein müssen. Aber wer vom Landesgeld profitieren möchte, muss sich beeilen.

Das Land Thüringen will in den nächsten zwei Jahren weiter 24-Stunden-Dorfläden unterstützen. Wie das Infrastrukturministerium mitteilte, wird die entsprechende Förderung aus dem vergangenen Jahr fortgesetzt.

Aufnahme einer Überwachungskamera in einem Supermarkt.
Die Zahl der 24-Stunden-Läden in Thüringen wächst. (Archivfoto) Bildrechte: IMAGO / ari

Bisher 16 Dorfläden oder Verkaufsautomaten gefördert

Im Haushalt sind 50 Millionen Euro dafür eingeplant. Laut Ministerium sind 2021 insgesamt 16 Dorfläden und Verkaufsautomaten gefördert worden. Neue Anträge können bis zum 30. Juni beim Land eingereicht werden. Die Projekte dürfen maximal 200.000 Euro kosten.

Ziel der Investition ist es, dass Menschen vor allem auf dem Land nahe ihres Wohnorts Lebensmittel einkaufen können. Die geförderten Läden oder Automaten müssen 24 Stunden in Betrieb sein. Dabei scannen Kunden etwa nachts ihre Einkäufe selbst und bezahlen diese dann mit einer Bankkarte.

Für eine Förderung können neue Angebote geschaffen oder auch bestehende ausgebaut beziehungsweise erweitert werden.

MDR (rom)

Mehr zum Thema Dorfladen

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 05. Mai 2022 | 16:00 Uhr

6 Kommentare

Hobby-Viruloge007 vor 20 Wochen

Problemfelder: Da wird sich aber die Dorfjugend feuern, wenn Sie Sonnabend um 23Uhr noch Alkoholnachschub hat.

Ich bezweifle zudem, dass man so eine Laden ohne jegliche soziale Kontrolle betreiben kann. Und die lässt sich Sonntag um 4 Uhr nun mal schlechter gewährleisten als Donnerstag um 14 Uhr.

Warum soll das ein 24/7 Service werden, wenn es eigentlich darum geht, das Oma im Ort ihr Mehl kaufen kann.

Braucht Oma wirklich einen 24h Späti?

mowz_art vor 20 Wochen

Gern darf sich Kunde XY nachts um 02:00h eine Fischbüchse kaufen, der Ladenbesitzer schläft zu diesem Zeitpunkt (vermutlich) eh. Es gibt (fast) kein Personal in den Läden selbst und man kommt nur mit Kundenkarte in den Laden.

Ich finde die Idee super, aber ich geh auch gerne im Supermarkt an der Schnellkasse (die ohne Personal) bezahlen wenn mir die Schlange zu lang ist.

So wie ich einem Videobeitrag beim MDR entnommen habe werden auch regionale Produkte angeboten und die Läden müssen so wie ich das in Erinnerung habe lediglich ab und an betreut werden.

Lyn vor 20 Wochen

24h in der Woche?
Damit sich dann das ganze Dorf an einem Tag im Laden drängelt wie zu DDR Zeiten wenn es Donnerstag Fleisch gab?
Sonst noch Ideen?

Und wo ist das Problem wenn praktisch fast kein Personal benötigt wird?

Mehr aus Thüringen