Nach der Bundesgartenschau Eintritt im Egapark wird fast doppelt so teuer - Kritik der Linken

Der Egapark ist eine von zwei Ausstellungsflächen der Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. Nach Ende der Buga soll der Eintrittspreis für das Ega-Gelände deutlich angehoben werden.

Blumen im Egapark
Wer im nächsten Jahr den Ega-Park besuchen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Bildrechte: MDR/Martin Moll

Ein Besuch im Egapark in Erfurt wird ab kommendem Jahr fast doppelt so teuer wie im Jahr vor der Bundesgartenschau. Wie Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) MDR THÜRINGEN sagte, wird eine Tageskarte in der neuen Saison 15 Euro kosten. Bisher waren es acht Euro. Auch der Preis der Jahreskarte werde von 35 Euro auf 59 Euro angehoben.

Höherer Ega-Eintritt auch wegen Danakil

Zur Begründung sagte Bausewein, der Egapark habe jahrelang die Preise nicht angehoben und der städtische Zuschuss solle fünf Millionen Euro jährlich nicht überschreiten. Ega-Geschäftsführerin Kathrin Weiß verwies darauf, dass im Preis nun zusätzliche Attraktionen enthalten seien wie der Eintritt ins Deutsche Gartenbaumuseum und ins Klima-Zonen-Haus Danakil.

Egapark schließt für Buga-Abbau

Ab Montag wird der Egapark zunächst geschlossen. In der Zeit beginnt der Abbau der Themengärten. Ab November wird der Park wieder geöffnet. Im Winterhalbjahr ist der Eintritt frei. Nur für den Besuch des Klima-Hauses "Danakil" müssen sechs Euro bezahlt werden.

Linke kritisiert Preiserhöhung

Die Linke im Erfurter Stadtrat reagierte am Donnerstag empört auf die künftig höheren Eintrittspreise der Ega. Stadträtin Karola Stange sagte, es sei völlig inakzeptabel und nicht hinnehmbar, dass der Egapark-Aufsichtsrat das ohne Beteiligung des Stadtrates beschlossen habe. Ihre Fraktion werde das in der Stadtratssitzung am 20. Oktober zum Thema machen. Die Linke verweigere keine Debatte über eine Neugestaltung und moderate Anhebung der Preise. Komme aber die geplante Erhöhung auf fast das Doppelte, bestehe die Gefahr, dass viele Einwohner sich einen Besuch nicht mehr leisten könnten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/cfr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Oktober 2021 | 11:00 Uhr

24 Kommentare

Erfortianus vor 2 Wochen

Irrsinn - H4 wird um 3 Euro erhöht. EGa um 7 - nur mal am Rande des Vergleichs wegen.
In meinen 13 Jahren als WahlErfurter habe ich die EGA 3 x besucht. Das erste mal aus Interesse, die Weiteren wegen Bekannten die zu Besuch waren und irgendwie davon erfahren hatten.
Was allen Besuchen, incl. der mit den Bekannten, in Erinnerung blieb: Die 8 Euro Eintritt waren unangemessen und auch letzlich der Grund warum es bei nur 3 Besuchen blieb.
Sind wir doch mal Ehrlich: Selbst wenn man es mit dem Klimahaus rechtfertigt.. 1 x gesehen hats keinen weiteren Reiz mehr. Südpark, Stadtpark, Nordpark, Geraaue, KleinVenedig... kostenloses Grün ist reichlich vorhanden. Spielplätze auch - Gibt 3 in der Nachbarschaft die unter 500m voneinander entfernt sind.. incl. Skatebahn.
Ergo für die EGA - das geht nach Hinten los.. 15 Euro.. und dafür muss man noch selbst laufen

part vor 2 Wochen

Nun, das Gartenbaumuseum kann auf eine langjährige Geschichte zurückblicken, Eintritt wohl 20 Pfennig- DDR- Mark. Die Tropengewächshäuser wurden erneuert, man hätte hier gesonderten Eintritt abverlangen können, bei Bedarf. Der Rest ist die Noterhaltung von Ausstellungshallen aus der DDR, von denen viele geschlossen sind für immer und ein wenig aufhübschen der Blumenflächen. Zur Erinnerung, das Gelände nannte sich einst internationale Gartenabbaustellung mit Eintrittspreisen für Jedermann, ausreichend Gastronomie und Bildungscharakter. Wenn im Bund die Gelder nicht mehr zugunsten der Kommunen verteilt werden, die zusehends am Tropf hängen, dann sollte man die EGA gern in ein militärisches Übungsgelände umbauen, Sponsoren sind vorhanden. Für den Normalbürger sind diese Eintrittspreise kontra zu den angebotenen Leistungen. Ich bin für eine Vergesellschaftung dieses Geländes, das der Allgemeinheit wieder zu moderaten Konditionen zur Verfügung stehen sollte.

martin vor 2 Wochen

@harka2: Die Begründung? Vermutlich der krampfhafte Versuch das Defizit zu mindern. Aber bekanntlich sind nicht alle verkrampften Versuche auch erfolgreich.

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