Landesparteitag Thüringens FDP-Chef Kemmerich will Koalition der Mitte

15. Juni 2024, 18:32 Uhr

Der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich will die Liberalen mit acht Prozent in den Landtag führen. Die Thüringer FDP hat am Samstag in Erfurt ihr Wahlprogramm beschlossen.

FDP-Landesvorsitzender Thomas Kemmerich hat sich auf dem Landesparteitag in Erfurt unbeeindruckt von den aktuell schlechten Umfragewerten für seine Partei gezeigt. "Acht Prozent für Thüringen, das ist unser Ziel", sagte Kemmerich am Samstag vor rund 90 Delegierten mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September. Umfragen sehen die Partei derzeit bei unter drei Prozent. Die Hürde für den Einzug in den Landtag liegt bei fünf Prozent.

Kemmerich: FDP ist Fels in der Mitte

In seiner Rede bezeichnete Kemmerich die FDP als den Fels in der Mitte. Seine Partei werde dafür Sorge tragen, dass die Politik nicht verweichliche, sagte der 59-Jährige. Jetzt müsse alles daran gesetzt werden, aus dem Tal der Tränen zu kommen und die Ärmel hochzukrempel. Kemmerich zieht als Spitzenkandidat seiner Partei in den Wahlkampf.

Der Landesvorsitzende der FDP Thüringen Thomas L. Kemmerich spricht beim außerordentlichen Parteitag der FDP Thüringen zum Beschluss des Wahlprogramms für die Landtagswahl 2024.
Thomas Kemmerich will seine FDP wieder in den Landtag führen. Bildrechte: picture alliance/dpa | Jacob Schröter

Sein Ziel bleibe eine bürgerliche Regierung mit CDU und SPD, so Kemmerich weiter. Koalitionen mit den Linken und den Grünen sowie dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schloss er aus, genauso wie jegliche Zusammenarbeit mit der AfD.

Mit besserer Bildung, weniger Bürokratie und Steuererleichterungen will die Thüringer FDP im Landtagswahlkampf punkten. Dafür haben die Liberalen am Samstag in Erfurt ihr Wahlprogramm beschlossen.

Eine Schülerin sitzt während der Abiturprüfung im Fach Biologieauf ihrem Platz.
Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in Thüringen haben gerade die Prüfungen zur BLF hinter sich gebracht. Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert

Rund 90 Delegierte stimmten geschlossen dafür. Vor allem beim Thema Bildung hatten die Delegierten Redebedarf. So war strittig, ob die Besondere Leistungsfeststellung - kurz BLF - abgeschafft werden sollte. Am Ende wurde das abgelehnt, aber die BLF soll laut FDP reformiert werden.

MDR (dvs), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Juni 2024 | 14:00 Uhr

61 Kommentare

part vor 4 Wochen

Die FDP als Lobbypartei der Besserverdienenden ist für mich nur eine weitere Partei, die die Umverteilung von Unten nach Oben befördert und die Steuergelder des Bürgers zweckfremd verschleudert. Auch wenn die Anzahl der Millionäre in der BRD stetig steigt, so wird sie dennoch nicht mehr gebraucht, nicht mal mehr als Mehrheitsbeschaffer. Wenn es am schönsten ist, dann so man abtreten, die schönen Zeiten dieser Partei sind schon seit Jahrzehnten vorbei, ihre Programme haben sich längst andere Parteien einverleibt.

Erichs Rache vor 4 Wochen

"Mit besserer Bildung"

Ähem .....

Haben "wir" heute nicht schon die beste Bildung der Welt ???
Wozu brauchen "wir" eigentlich noch Bildung?
Reichen nicht Parolen und platte Sprüche, .. wie in der "Politik"?

MeinerEiner vor 4 Wochen

8% + 30% = 38%
Das reicht wohl nicht.
Und na klar man kann sich vieles Wünschen. Ich würde mir wünschen dass Koalitionsfragen erst nach der Wahl erörtert werden. Das ist realistischer.
Beim aktuellen Trend stellt sich nicht die Frage wer mit wem kann.
Da sind Zweckbündnisse das einzige was die Parteien zum regieren benötigen.
Auch wenn das einzelnen Egomanen nicht schmeckt.

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