Landesparteitag FDP wählt Kemmerich erneut zum Landesvorsitzenden

FDP-Landeschef Thomas Kemmerich bleibt im Amt. Der 56-Jährige wurde am Samstag auf einem Parteitag der Liberalen in Erfurt mit 66,7 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.

Thomas Kemmerich, FDP-Landesvorsitzender, spricht beim Landesparteitag der Thüringer FDP.
Thomas Kemmerich (FDP) wurde mit 66,7 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Bildrechte: dpa

Die Thüringer FDP hat ihren Landesvorsitzenden Thomas Kemmerich wiedergewählt. Der 56-Jährige bekam 66,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein Gegenkandidat Hagen Hultzsch aus Weimar erhielt 28,5 Prozent. 31 der 145 Delegierten hatten sich bei der Wahl ihrer Stimme enthalten.

Kemmerich schließt Spitzenkandidatur zur Landtagswahl nicht aus

Kemmerich sagte nach der Wahl, jetzt komme es darauf an, gemeinsam mit aller Kraft in den Wahlkampf zu starten. Er schloss nicht aus, als Spitzenkandidat zur Landtagswahl anzutreten, sollte die im September zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfinden. Die Thüringer FDP will am Sonntag ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufstellen. Darüber hatte es im Vorfeld Streit gegeben, der bis vor das Parteischiedsgericht ging. Das bescheinigte, dass die Aufstellung ordnungsgemäß war.

Hagen Hultzsch verteilt Zettel beim FDP-Landesparteitag
Vor der Wahl verteilte Hagen Hultzsch seine Werbung für den Parteivorsitz. Bildrechte: Bettina Ehrlich/MDR

Kurzzeitig Ministerpräsident

Kemmerich war im Februar 2020 zum Kurzzeit-Ministerpräsidenten in Thüringen gewählt worden. Erstmals in Deutschland hatten dabei AfD-Stimmen den Ausschlag gegeben. Kemmerich war nach bundesweiter Kritik wenige Tage später zurückgetreten. Der gebürtige Aachener ist auch Chef der Thüringer Landtagsfraktion der Liberalen und steht seit 2015 an der Spitze der Landespartei.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. Juni 2021 | 19:00 Uhr

26 Kommentare

Harka2 vor 19 Wochen

@hansfriederleistner
Mir erschließt sich jetzt ihr Posting nicht. Auf welche tatsächlichen Begebenheiten basiert es? Ein Abgrenzung nach links war bisher weder Thema noch sachlich notwendig. Eine Abgrenzung nach rechts hat hingegen stattgefunden. Die FDP hat, wie alle demokratischen Parteien Thüringens, sich klar gegen jede Zusammenarbeit mit und gegen jede Tolerierung durch die AfD ausgesprochen. Herr Kemmerich wurden dann wortbrüchigerweise unter Tolerierung der AfD gewählt. Eine Tolerierung durch eine weiter links stehende Partei hat niemals stattgefunden. Also, was soll ihr Posting? Wurde da nur wieder eine Nebelkerze, um vom wahren Problem abzulenken? Die FDP Thüringens und insbesondere Herr Kemmerich hat ein massives Problem mit seinem wohlwollenden Verhalten mit den Rechtsextremisten, nicht mit irgendwelchen linken Gruppierungen.

Harka2 vor 19 Wochen

@Dreibeiner
In wie fern lernt Kemmerich aus seinen Fehlern? Er sieht ihn bis heute nicht ein! Bis heute kein Wort des Bedauerns und, was noch viel wichtiger ist, nicht ein Wort dazu, dass er sich heute nicht noch einmal von den Rechtsradikalen am Nasenring durch die Arena führen lassen wird. Im Gegenteil, kein Wort der Reue und im Gegensatz zu seiner Partei keine klare Abgrenzung zu AfD. Hier hat jemand so gar nichts gelernt. Der würde den Pakt mit dem Teufel eingehen, wenn er so sein Pöstchen bekommt.

Tpass vor 19 Wochen

Wahlen! Wie wollen Sie es denn….wie bei der SED 99.9 % oder wie Merkel alles Rückgängig machen bis es passt. Dann werden die AfD Fans bald klagen gegen Wahlbetrug

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