Corona-Notbremse Friseure befürchten Umsatzeinbruch

Thüringer Friseure befürchten mit der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes einen Umsatzeinbruch. Der aktuelle Gesetzentwurf sieht vor, dass ihre Kundinnen und Kunden bei einem Friseurbesuch einen negativen Corona-Test vorlegen müssen.

Eine Kundin bekommt im Pony Club Neuhausen die Haare gefärbt. Friseure dürfen in Bayern ab dem 01.03.2021 nach coronabedingter wochenlanger Schließung unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen.
Die Friseure waren froh, als sie wieder öffnen durften. Nun fürchten einige wieder Einschränkungen. Bildrechte: dpa

Wenn Kundinnen und Kunden künftig nur noch mit negativem Corona-Test zum Friseur gehen dürfen, fürchtet Sybille Hain, Landesinnungsmeisterin der Friseure und Kosmetiker in Thüringen und Sachsen-Anhalt, Einbußen von mindestens 50 Prozent.

Hain sagte, der Entwurf mache den Friseuren Angst. Eine Testpflicht für Kunden würde die Branche vor massive Probleme stellen. Friseure befürchten, dass vor allem ältere Kunden von dieser zusätzlichen Hürde abgeschreckt werden. Mit einem Ansturm in den kommenden Tagen, bevor die Notbremse in Kraft tritt, wird in den Salons nicht gerechnet.

Fünf Menschen Protestieren vor dem Bundestag.
Sybille Hain (3 v.l.) bei der Übergabe von Friseurscheren in Berlin als Zeichen, die Salons wieder zu öffnen Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK


Stattdessen berichten die Friseure, dass Kunden ihre Termine bereits jetzt vorsorglich absagen. Ob und wie oft Friseure selbst ein negatives Testergebnis vorlegen müssen, ist im Gesetzentwurf bisher noch nicht geregelt. Die Situation der Kosmetiker wird sich Hain zufolge durch die Notbremse nicht ändern.

Quelle: MDR/ifl

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. April 2021 | 16:00 Uhr

36 Kommentare

knarf2 vor 3 Wochen

Am besten wäre eine Impfpflicht auch wenn es Ihnen nicht passt.Und bitte kommen Sie nicht mit Einschränkungen der persönlichen Freiheiten.Leute die nichts verstehen wollen aus Egoismus oder Dummheit müssen wie es aussieht zu ihrem und zum Glück gezwungen werden.Und nun fröhliches nicht verstehen wollen!

Critica vor 3 Wochen

ElBuffo, ein bisschen Bürokratie muss schon sein. Zum einen muss die Impfung "wichtig" aussehen, zum anderen müssen tatsächlich (ohne Ironie) die Menschen wenigstens ein bisschen über diesen Akt und die Folgen aufgeklärt werden, wenn man das in der Eile auch nicht ganz nachvollziehen kann.

Guter Schwabe vor 3 Wochen

@ElBuffo:
Unfug?
Warum? Damit wäre klar, wie groß die tatsächliche Durchseuchung ist. Das hat mit den gewünschten positiven Fällen gar nix zu tun. Laut RKI sind geimpfte und Genesene in den seltensten Fällen ansteckend.
Das Problem bei den Antikörpertests sind nicht die Labore, das Problem ist die Macht in Berlin. Die will nicht die Wahrheit, die will Schnelltests und Vakazine unters Volk bringen, da diese bestellt worden.
Gehen Sie zu ihren Hausarzt, lassen sich Blut abnehmen bezahlen 15 € und Sie werden wissen, ob Sie infiziert waren oder noch nicht.

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