Tag der Befreiung 8. Mai: Thüringer gedenken vielfältig der Opfer des Krieges

Am 8. Mai 2021 jährt sich zum 76. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Landesweit haben die Thüringer am Samstag auf verschiedene Weise der Opfer des Krieges gedacht, etwa in Erfurt, Jena, Weimar und Nordhausen.

Ein Plakat weist auf die Kunstaktion "Gold statt Braun" hin.
Künstler und Kulturschaffende zogen am 8. Mai ein "goldenes Band" durch Erfurt - als Zeichen gegen Hass und für Vielfalt und Mitmenschlichkeit. Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

In Thüringen ist am Samstag vielerorts an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 76 Jahren gedacht worden. Auf dem Erfurter Hauptfriedhof versammelten sich rund 150 Menschen verschiedener Generationen. Der Chef der Linken-Fraktion im Thüringer Landtag, Steffen Dittes, sagte, der 8. Mai sei ein Tag der Trauer, des Gedenkens und der Mahnung. Aus ihm folge auch ein Handlungsauftrag an die Deutschen, dass sich die Gräuel des Zweiten Weltkrieges nicht wiederholen dürften.

Die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Thüringen warnte davor, dass das Wissen um den Zweiten Weltkrieg verloren gehe und die grausamen Ereignisse zunehmend relativiert würden. Der Tag der Befreiung solle daher auch sensibilisieren: Denn auch heute gebe es Antisemitismus, Rassismus und Menschenverachtung.

Menschen gedenken der Opfer des Zweiten Weltkrieges
Auch auf dem Hauptfriedhof in Erfurt wurde am 8. Mai an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnert. Bildrechte: MDR/Bernd Rödger

Kunstaktion gegen Hass in Erfurt

In Erfurt setzten vor allem Künstler außerdem ein Zeichen für kulturelle Vielfalt und gegen Hass. An verschiedenen Gebäuden hatten sie goldene Decken aufgehängt und somit ein goldenes Band durch die Stadt gelegt. Auch in Gera und Weimar waren ähnliche Aktionen geplant.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. Mai 2021 | 18:00 Uhr

Mehr aus Thüringen