Finanzministerium Thüringer Geldanlage in Millionenhöhe in Gefahr

Thüringens Finanzministerium sorgt sich um eine Geldanlage in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro bei der Greensill Bank. Das Geld institutioneller Anleger sowie der Thüringer Haushalt sollen nicht betroffen sein.

Ein Schild mit dem Firmennamen «Greensill Bank» hängt am Eingang der Bremer Privatbank.
Die drohende Insolvenz des britischen Unternehmens Greensill Capital, ist Anfang März bekannt geworden. Bildrechte: dpa

Das Thüringer Finanzministerium sorgt sich um eine Geldanlage des Landes in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro bei der in Schieflage geratenen Greensill Bank. Die Bankenaufsicht habe die Bremer Bank mit einem Moratorium belegt und damit alle laufenden Bankgeschäfte eingefroren, teilte das Finanzministerium am Freitag mit. Anfang März ist eine drohende Insolvenz des Mutterkonzerns Greensill bekannt geworden.

Laut Ministerium geht es für Thüringen um zwei Termingeldanlagen über jeweils 25 Millionen Euro, die mit fester Laufzeit abgeschlossen worden sei.

Ministerium prüft rechtliche Schritte

Innerhalb des Liquiditätsmanagements arbeite das Ministerium mit frei verfügbarem Geld, um Gebühren zu vermeiden, erklärte Finanzministerin Heike Taubert (SPD). Die Geldanlage erfolge bei verschiedenen Banken, vor allem öffentlichen.

Das Finanzministerium gehe davon aus, dass die Bankenaufsicht bei der Greensill Bank "anders als bei Wirecard rechtzeitig die Reißleine gezogen hat und damit auch das Geld institutioneller Anleger gesichert ist", so Taubert. Ihr Ministerium prüfe rechtliche Schritte, "sollte sich herausstellen, dass die Aufsichtsbehörde in den vergangenen sieben Monaten ungenügend gehandelt hat".

Haushalt nicht betroffen

Ob die Liquidität des Bankhauses ausreiche, um die Forderungen aller Anleger sofort zu bedienen, sei nicht bekannt. "Wir werden unsere Forderungen im Interesse des Landes mit allen möglichen Mitteln geltend machen", erklärte Taubert.

Der aktuelle Haushalt sei von einem möglichen Verlust nicht betroffen. Zudem kündigte die Ministerin an, die Richtlinien ihres Hauses zur Geldanlage zu überarbeiten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 05. März 2021 | 21:30 Uhr

15 Kommentare

Tschingis vor 4 Wochen

@Tpass
Jetzt bleiben Sie aber nicht bei der Sache. Was hat die Rente mit dem Thüringer Landeshaushalt zu tun? Das ist Bundesangelegenheit und daher "dreschen" Sie mal so nebenbei auf die Beamten ein. Und wenn Sie sich mit den Beamtenlaufbahnen in Thüringen beschäftigen würden, dann würden Sie feststellen, dass über die Hälfte derer im mittleren Dienst sind und die Alimentation ist nicht gerade üppig.
Aber schön Sie kennengelernt zu haben.

Tschingis vor 4 Wochen

@Tpass
Ich bin bei der Sache.
Zunächst hatte die CDU geführte Landesregierung Schulden aufgebaut (Spassbäder en Mass usw.) und dann zu Lasten der Bevölkerung inklusive öffentlicher Dienst abgebaut. Die 50 Millionen sollten als freie Spitze zu Verfügung stehen. Da spielte aber die CDU nicht mit. Und wird auf den öffentlichen Dienst geschimpft, weil er nicht das leisten kann, zu was er da ist. Aber immer schön draufhauen.
Und ich bin der Landesregierung dankbar, dass ich nun keine Straßenausbaugebühren mehr zahlen muss und so weiter. Aber es hat eben alles 2 Seiten.
Wenn Sie US Bürger wären, würden Sie das auch den Demokraten vorwerfen?

Tpass vor 4 Wochen

Es passt doch zur aktuellen Situation in der Thüringischen Regierung ! Völlig desillusioniert und selbstverliebt . Diese Zumutung für die Bürger in Thüringen werden immer ruinöser. Herr Hoff hat ja immer genug Geld ums seine Lieblingsprojekte zu fördern und großzügig zu finanzieren. Diese andere Themen wie Hilfsorganisationen und Kinderschutz sind fremde Themen für unsere großzügige RRG. Die Finanzen im Freistaat werden unsere nächsten Generationen so was von auf die Füße fallen das auch das Pyramiden System alte gegen junge Finanzielle Nachteile entstehen lassen werden die sie niemals stemmen können. Also unsere Renten stehen auf der Kippe. Aber unsere Abgeordneten und Beamten kommen dann von Lachen mit mehr in den Schlaf. Öffentliche Einrichtungen und Schulen 🏫 sowie Träger von Sozialprojekten werden dann zu sehen müssen ,wie sie sich finanzieren können oder müssen. Der Staat ist eigentlich Pleite und unsere Schulden sind ruinös. Nach uns die Sinn Flut .

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