Lieferschwierigkeiten Thüringer Handwerk spürt Folgen des Ukraine-Krieges

Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges stellen auch das Thüringer Handwerk vor Probleme. Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer Handwerkstages, sagte MDR THÜRINGEN, die steigenden Preise für Energie und Material seien für die Betriebe eine enorme Belastung. Noch sei die Lage aber nicht existenzbedrohend.

Lobenstein zufolge ist im Handwerk jedoch zurzeit eine große Unruhe zu spüren. Die Betriebe treibt die Sorge um, dass sie wegen Lieferschwierigkeiten Aufträge nicht annehmen oder abarbeiten können. Zum Beispiel, weil Dämmplatten oder Dachlatten fehlen.

Hinzu kommen laut Lobenstein die steigenden Preise: Die Betriebe könnten damit keine verlässlichen Kostenvoranschläge machen oder müssten ihre Kalkulationen gleich um zehn oder 20 Prozent höher anlegen. Der Branchenpräsident forderte die Bundesregierung auf, die Mineralölsteuer zu senken, um Wirtschaft und Verbraucher zu entlasten.

Meisterbriefe in Messe Erfurt überreicht

Die Handwerkskammer Erfurt überreichte am Samstag in der Messehalle insgesamt 473 Frauen und Männern die Meisterbriefe. Wegen der coronabedingten Pause 2021 wurden in diesem Jahr zwei Meister-Jahrgänge freigesprochen. Nach Angaben der Kammer ist die Zahl der Absolventen in der Meisterausbildung in den vergangenen Jahren stabil geblieben.

MDR (mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. April 2022 | 16:00 Uhr

9 Kommentare

DanielSBK vor 17 Wochen

Ich wundere mich mittlerweile auch, was alles aus der Ukraine kommt..

Kaffee... Eier... und was noch alles teurer geworden ist!

Wahnsinn, was die Ukrainer alles exportieren!

Atheist vor 17 Wochen

Praktisch wenn so ein Krieg für die Hausgemachten Probleme herhalten kann.
Jeder weis doch wo die Probleme der Inflation, Energiepreise…herkommen, jedenfalls nicht vom Krieg alleine.
Sanktionen tun ihr Übriges.


Lyn vor 17 Wochen

Tja. Ich brauche mir keinen Kostenvoranschlag für mein Dach machen lassen wenn mein Dachdecker sagt aktuell voraussichtlich ca 40T€, dies Jahr sind die Auftragsbücher full, wird erst nächstes Jahr und dann, vielleicht, 60-100T€.
Da weiß ich als zahlende Kundin auch nicht was ich davon halten soll, also doch erst einmal warten, vielleicht beruhigt sich das Ganze wieder etwas.
Neue Heizung, würde anstehen, das Gleiche in grün.... Wartezeit Wärmepumpen aktuell 1 Jahr. Wenn das nicht schon wieder hochgegangen ist. Also warten.

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