Schmelzwasser Thüringer Hochwasserlage entspannter - Pegel in Bad Salzungen weiter hoch

Die Hochwasserlage in Thüringen ist zunehmend entspannter, bleibt aber durchwachsen. In Bad Salzungen sind die Pegel weiter hoch. Sollten die Temperaturen allerdings sinken, könnte sich die Lage auch dort bessern.

Wasser tritt an einer Brücke über ein Flussufer.
Hochwasser in Hildburghausen. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Die Hochwasserlage in Thüringen hat sich vor dem Wochenende in den meisten Regionen entspannt. Die Hochwassernachrichtenzentrale meldete am Freitag weiter fallende Pegelstände an den meisten Messpunkten. Lediglich in den mittleren und unteren Verläufen von Werra und Saale würden noch langsame Anstiege beobachtet. Da für Freitag mitunter erneut Tauwetter angekündigt ist, sei es aber möglich, dass auch andere Pegel wieder steigen.

Weiterhin angespannte Lage in Bad Salzungen

Angespannt ist die Lage derzeit lediglich in Bad Salzungen, dort hat die Werra einen Pegel von gut eineinhalb Meter über dem Jahresmittelwert erreicht. Einen offiziellen Messpunkt des Landesamtes für Umwelt gibt es in Bad Salzungen nicht, die Stadt spricht aber von Warnstufe drei der kommunalen Hochwassermeldeordnung.

Hochwasser
Hochwasser an der Saale am Donnerstag. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Ordnungsamt kontrolliert Pegel und Gefahrenstellen

Die Werrawiesen bei Bad Salzungen stehen nahezu vollständig unter Wasser. Am Weinberg wurden am Donnerstag die Hochwasserstege aufgebaut, weil die Straße überschwemmt ist. Dort musste die Feuerwehr bereits einen Keller auspumpen. Am Flößrasen und in der Werrastraße sind Parkplätze gesperrt. Mit Sandsäcken wurden in Allendorf Grundstücke an einem Werra-Zufluss geschützt. Das Ordnungsamt kontrolliert alle zwei Stunden Pegel, Durchlässe und Brücken.

Kältere Temperaturen: Hochwasser-Rückgang erwartet

Ein solches Hochwasser treffe die Stadt alle zwei bis drei Jahre, sagte Ordnungsamtsleiter Peter Luck MDR THÜRINGEN. Damit lebten die Menschen. Bei den letzten extremeren Hochwassern in den Jahren 2011 und 2013 war der Pegel der Werra auf über 2,10 Meter angestiegen. Luck erwartet, dass das Hochwasser mit zurückgehenden Temperaturen wieder abnimmt. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt für eine erste Welle zunächst provisorische Stege am Weinberg aufgestellt.

Durchwachsene Entwicklung in Nordhausen

Auch die Bere in Ilfeld (Kreis Nordhausen) hat nun den Meldebeginn für Hochwasser erreicht. Nach Angaben der Hochwassernachrichtenzentrale steht sie bei etwa 1,40 Meter. Dagegen sank am Freitag das Wasser der Zorge bei Nordhausen wieder knapp unter die Meldegrenze von 1,80 Meter.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichen | 05. Februar 2021 | 14:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Thüringen