Studie der Universität Jena Homeoffice in Corona-Krise: Manche Thüringer Unternehmen bleiben skeptisch

Ein Viertel der Firmen in Thüringen hat im vergangenen Jahr fast die komplette Belegschaft wegen der Corona-Pandemie ins Homeoffice geschickt. Manche Unternehmen sind jedoch weiterhin zögerlich. Das zeigt eine Studie aus Jena.

Die Mehrheit der Thüringer Unternehmen lässt in der Corona-Krise zumindest einen Teil der Beschäftigten zu Hause arbeiten. Das geht aus einer Untersuchung des Zentrums Digitale Transformation an der Universität Jena hervor.

Demnach hat ein Viertel der Firmen im vergangenen Jahr fast die komplette Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Gut die Hälfte der Betriebe gab an, dass bis zu 20 Prozent der Beschäftigten zu Hause arbeiten. Ob Unternehmen ihre Beschäftigten ins Homeoffice schicken, ist aber auch branchenabhängig.

Laut der Studie sind allerdings auch viele Firmenchefs beim Thema Homeoffice noch zögerlich und erwarten für den eigenen Betrieb dadurch eher Nachteile als Vorteile.

600 Unternehmen in Thüringen befragt

Skeptisch sind hier vor allem Unternehmen aus der Baubranche und dem Handwerk. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen nicht davon aus, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice effizienter arbeiten.

Einen Rechtsanspruch auf das Arbeiten zu Hause lehnen sieben von zehn Firmenchefs ab. Für die Untersuchung wurden nach Angaben des Zentrums Digitale Transformation etwa 600 Unternehmen im Freistaat befragt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. März 2021 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Copper vor 13 Wochen

Keine Ahnung wie die Studie sich Heimarbeit beim Bau und dem Handwerk vorstellt. Dieser Bereich ist nicht "skeptisch", er ist einfach realistisch. Soll der Kemptner, Mauerer oder Stahlarbeiter per Telekinese arbeiten ? Ich jedoch hätte in unseren Dienstleistungsgewerbe gerne jeden nach Hause geschickt. Dummerweise hat ist die Jahrelange von der Bundesregierung versprochene Internetversorgung kaum bei unseren Mitarbeitern zu Hause angekommen, da diese überwiegend in der ländlichen Umgebung wohnen. Ohne diese Versorgung, ist es für uns nicht möglich die Arbeit von zu Hause zu erledigen. Fordern kann die Regierung immer aber bei ihrer Arbeit, welche eine der Voraussetzungen der Forderungen ist, hat sie es dann wieder nicht so eilig.

Alexa007 vor 13 Wochen

Interessant wäre ja auch, welche Angebote den Angestellten im öffentlichen Dienst gemacht worden sind.

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