Bildung Thüringen schließt Schulen und Kitas ab Mittwoch

In ganz Thüringen sollen Schülerinnen und Schüler von Mittwoch an zuhause lernen: Bis 22. Dezember und zwischen 4. und 8. Januar wird der Unterricht in den Schulen ausgesetzt. Auch Kitas bleiben geschlossen.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen alle Thüringer Schülerinnen und Schüler ab Mittwoch (16. Dezember) zuhause lernen. Nach Angaben des Bildungsministeriums wird der Präsenzunterricht im gesamten Freistaat ausgesetzt. Konkret gilt das für die Schultage vom 16. bis 22. Dezember und für die erste Schulwoche im neuen Jahr vom 4. bis 8. Januar 2021.

Ausgenommen sind für den Schulabschluss 2021 unaufschiebbare Klassenarbeiten und Klausuren. Diese sollen stattfinden dürfen, wenn die Hygienebestimmungen eingehalten werden. Für Schüler der ersten bis sechsten Klassen und aus Förderschulen soll eine Notbetreuung eingerichtet werden.

Nur noch Notbetreuung in Kindergärten

Auch die Kindergärten in Thüringen werden ab Mittwoch schließen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) kündigte an, dass es eine Notbetreuung geben wird. Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke) forderte die Arbeitgeber auf, Eltern zusätzlichen Urlaub zu ermöglichen.

Nach der letzten außerplanmäßigen Kabinettssitzung hatte es noch geheißen, in den Thüringer Schulen sollte bis zum Ende der bevorstehenden Schulwoche Präsenzunterricht möglich sein. Die Kreise Sonneberg und Hildburghausen und die Stadt Jena hatten dagegen beschlossen, die Schulen schon ab Montag zu schließen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/seg

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Dezember 2020 | 12:00 Uhr

22 Kommentare

Morgenmuffel vor 21 Wochen

Die Kindergärten werden nur scheinbar geschlossen. Tatsächlich kann jeder, ob berufstätig oder nicht, erklären, das er sein Kind nicht betreuen kann. Also erstmal das Kleingedruckte in der Verordnung lesen, bevor sich der eine oder andere hier ereifert. Verstehen kann ich die Regierungsverantwortlichen allerdings nicht, entweder schließt man die Kitas ganz (bis auf wirklich systemrelevante Berufe) oder man lässt sie gleich offiziell offen. Alles andere schafft nur unnötig miese Stimmung auf allen Seiten.

Silent_John vor 21 Wochen

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Da bin ich als Arzt aufgerufen, mein Allermöglichstes zu tun , um die die Patientensicherheit zu gewährleisten. Überstunden und Notdienste ohne Ende . Andererseits klaut der Staat mir die Schwestern weg, weil die wieder zu Hause bei ihren Zöglingen bleiben sollen um ihnen das Einmaleins zu erklären und was zu futtern auf den Tisch stellen. Ja was denn nun , soll ich ohne Schwestern die Praxisabläufe organisieren ? Oder will vielleicht jemand von reaktivierten 70-jährigen Blut abgenommen kriegen ? Die Notbetreuung ist ein Armutszeugnis - Sprechstunde beginnt um 7.30 Uhr und endet , wenn der letzte Patient gegangen ist und Ordnung und Hygiene vorbildlich sind. Basta. Nix von 8 bis 12. Das geht vielleicht in anderen Berufsgruppen. Mir gehen schlicht die Schwestern aus bzw. sie werden von den Bestimmern an den Herd gezwungen. Und so geht das schon seit März. Aber immer mehr nutzlosen Bürokratenkram fordern - da sind sie groß diese tollen Gesundheitspolitiker "vom Fach" .

Hans Frieder leistner vor 21 Wochen

Wenn ich lese "ein paar Tage Heimunterricht" und dann in einem Bericht, daß übereifrig jede Menge Impfzentren eingerichtet wurden, aber bis Ende Januar nur 4 Millionen Impfstoff - für 2 mal impfen pro Person - für die ganze Bundesrepublik verfügbar sind, bin ich bedient. Das sind für 2,5 % der Bevölkerung Impfstoff. Gut wenn Unterricht gekürzt wird und Mathematik ganz ausfällt.

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