Corona-Pandemie Vorerst keine Impftermine mehr mit Astrazeneca in Thüringen

Keine neuen Termine, keine neuen Impfzentren, keine Impfungen bei Hausärzten: Das Thüringer Gesundheitsministerium hat auf die Lieferengpässe beim Astrazeneca-Impfstoff reagiert und umgeplant. Vergebene Termine sollen jedoch wie geplant wahrgenommen werden können.

Eine Spritze wird mit dem Impfstoff AstraZeneca aufgezogen
Astrazeneca-Impfstoff wird für eine Impfung vorbereitet. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

In Thüringen werden ab sofort keine Termine mehr für Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vergeben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagabend mit. Grund sind die Lieferengpässe bei dem britisch-schwedischen Unternehmen. Thüringen erhalte demnach in den kommenden beiden Wochen nur 9.600 Impfdosen. Angekündigt war mehr als die dreifache Menge (31.200 Impfdosen). Gesundheitsministerin Heike Werner nannte die Lieferengpässe "absolut inakzeptabel".

Für die eingeplanten Lieferungen waren bereits Termine vergeben worden. Bereits gebuchte Termine sollen nun teilweise mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna erfolgen.

Pilotprojekt "Corona-Impfung" für Hausarztpraxen und Eröffnung neuer Impfzentren verschoben

Das Gesundheitsministerium hat wegen der Lieferengpässe den Start für Modellprojekt "Corona-Impfung" in Thüringer Hausarztpraxen verschoben. Eigentlich sollte das Projekt noch im März beginnen. Die für kommende Woche angekündigte Lieferung von 10.800 Moderna-Impfdosen sollte eigentlich dafür genutzt werden. Nun werden sie als Ersatz für die Astrazeneca-Lieferungen benötigt.

Außerdem hat das Gesundheitsministerium die Eröffnung von zwei neuen Impfzentren in Nord- und Südthüringen nach Ostern verschoben. Ohne eine verlässliche Planung sei ein Ausbau weiterer Kapazitäten nicht möglich, so das Ministerium. Durch die Planungsänderungen wollen Gesundheitsministerium und Kassenärztliche Vereinigung sicherstellen, dass die für März geplanten Impfungen nicht verschoben werden müssen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn/the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. März 2021 | 07:00 Uhr

152 Kommentare

pepe79 vor 13 Wochen

Ramelow fordert in der letzten Meldung mehr Impfstoff für HotSpots.

Werden dann die Landkreise belohnt wo das Pandemiemanagment versagt oder es allen egal ist? Was ist dsnn, sagt sich dann jeder "Ist dich egal ob ich mich drann halte oder nicht, wenn die Zahlen steigen komme ich wenigstens eher an die Impfung!" Am Ende stehen dann wieder alle Kreise gleich da....

pepe79 vor 13 Wochen

@Martin. Da haben sie Recht, allerdings ist es auch das Problem der Regierende die Urteile nicht verstehen und daraus keine Schlüsse zieht. Das reduzuert das Vertrauen und am Ende steht man ohne Regel da....mit dee CDU geht es ja zum Glück Bergab....Verluste in BaWü und RheinlandPfalz in der Wahl, sowie Mehrheitsverlust der CSU in Bayern laut Umfrage.
Wäre gut wenn es hier auch so kommt....4/5 unserer Kreise in Thr mit 200er Inzidenz sind CDU geführt.

pepe79 vor 13 Wochen

Man weiß es aber inzwischen. Da die Menschen aktuell priorisiert sind und waren erfahren die Menschen die eine enorme Last der letzten Monate tragen mussten hier zuerst erleichterungen. Geade für die Alten, die vlt. nur noch wenige Jahre oder auch Monate zu keben haben, für die wäre es wichtig und nur redlich!

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