Liberale Kemmerich möglicherweise doch FDP-Spitzenkandidat für Landtagswahl

FDP-Landeschef Kemmerich wollte nicht mehr als Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl antreten. Nach seiner Wahl zum Kurzzeit-Ministerpräsidenten war die Kritik auch aus den eigenen Reihen nicht abgerissen. Jetzt erwägt er doch, bei der geplanten Landtagswahl im September als Spitzenkandidat ins Rennen zu gehen.

Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich redet auf dem Landesparteitag in Bad Tabarz
Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich redet auf dem Landesparteitag 2019. (Archivbild) Bildrechte: MDR FERNSEHEN

Thüringens FDP-Vorsitzender Thomas L. Kemmerich will möglicherweise doch als Spitzenkandidat bei der nächsten Landtagswahl antreten. Sein Verzicht auf eine Spitzenkandidatur habe sich nur auf eine auf den 25. April 2021 vorgezogene Landtagswahl bezogen, sagte Kemmerich MDR THÜRINGEN. Ob er bei einer Wahl am 26. September als Spitzenkandidat antrete, entschieden er und die Partei sobald der Termin tatsächlich feststehe, so Kemmerich weiter.

Eine Kandidatur hänge vom politischen und gesellschaftlichen Umfeld ab. Er habe immer gesagt, dass er sich um ein aussichtsreiches Mandat bei der nächsten Landtagswahl bewerben möchte.

Kemmerich nach MP-Wahl bei FDP-Spitze umstritten

Thomas Kemmerich war nach seiner Kurzzeit-Ministerpräsidentschaft schwer in die Kritik geraten. Die FDP-Bundesspitze hatte wegen mehrerer umstrittener Äußerungen in der Folge angekündigt, einen Wahlkampf mit Kemmerich als Spitzenkandidat nicht mitfinanzieren zu wollen. 

Thomas Kemmerich (FDP)
Thomas Kemmerich (FDP). (Archivbild) Bildrechte: dpa

Daraufhin hatte er auf eine Spitzenkandidatur bei einer Landtagswahl am 25. April dieses Jahres verzichtet. Die vorgezogene Landtagswahl soll nun am 26. September 2021 stattfinden. Dazu muss der Landtag sich aber mit Zwei-Drittel-Mehrheit auflösen. FDP und AfD lehnen die Auflösung bisher ab.

Mögliche Wiederwahl zum FDP-Landesvorsitzenden im Mai

Beim nächsten Landesparteitag am 1. Mai 2021 bewirbt sich Kemmerich erneut um den Posten des Landesvorsitzenden seiner Partei. Gegen ihn tritt der Weimarer Kreisvorsitzende Hagen Hultzsch an.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. April 2021 | 17:00 Uhr

49 Kommentare

Mediator vor 3 Wochen

@Freies Moria: Kemmerich hat DAMALS nicht für das Amt des MP kandidiert, noch wollte er es jemals ausüben. Er hat sich shclicht und ergreifend zur Wahl gestellt, damit die Abgeordneten nominell eine Wahl hatten.

Im Anschluß hat Kemmerich den größten Bock der jüngsten thüringischen Geschichte mit der Annahme der Wahl geschossen.
Von daher erwarte ich von ihm nihct viel und von seiner Partei die anscheinend keine Alternativen zu einem derart "verbrannten" Politiker hat, noch weniger.

Deutscher_Patriot vor 4 Wochen

Kemmerich wurde demokratisch wieder abgewählt und unser thüringer aller Ministerpräsident Ramelow demokratisch gewählt. So ist das in der Politik. Entscheidungen werden revidiert, wenn sich das Gewissen meldet.

Das Paktieren der FDP und sich gemein Machen mit der AFD war aber gut, um den thüringer Patrioten die Augen zu öffen, von welchen Sozialisten die FDP sich die Steigbügel halten lässt.

Das lässt befürchten, dass die FDP als Gegenleistung diesen Sozialisten auch die Steigbügel halten wird.
Wer aus der Geschichte gelernt hat, weiß wie das ausgeht: Verlorener Krieg, Armut und Not in Deutschland.
Als Patriot weiß man, dass man solche Leute aus Liebe zu Vaterland und Volk nicht wählen darf.

Tpass vor 4 Wochen

Breakepoint !!!! Ihr Sachverstand liegt nur in ihrer persönlichen Meinung. Es ist schon interessant wie sie die Geschichte verdrehen. Tacitus hat sich gut informiert und die Tatsachen gut zusammen geführt. Was ihnen fehlt ist die Wahrheit zu verstehen. Und FDP Wähler als gelbe Vögel zu beschimpfen sagt schon viel aus. Er der Herr Kemmerich hat sich eindeutig erklärt zwischen Rot und Braun zu stellen und das hat er auch gemacht. Das die CDU nicht mitgespielt hat ist auch in Verantwortung von Herrn Mohring und anderen Alt CDU Politikern zu verantworten. Das Ziel war RRG abzuwählen und der Mopp auf der Straße der Antifada und anderen Kräften hat dazu geführt. Ich habe keine normalen Bürger vor der Staatskanzlei gesehen. Die Linken haben fast Zeitnah zum dritten Wahlgang wo sie merkten das da etwas passiert im Netz aufgerufen zu protestieren. Dann standen sie zuerst am Landtag und dann vor der TSK. Alles andere war das Ende der Demokratie jetzt werden viele wieder den Herrn Höcke wählen.

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