"Fridays for Future" 2.000 Menschen demonstrieren in Thüringen für mehr Klimaschutz

In mehreren Städten Thüringens gingen überwiegend junge Menschen von "Fridays for Future" wieder für mehr Klimaschutz auf die Straße. Die größte Demonstration fand in Jena statt.

Teilnehmer einer Kundgebung zur Rettung des Klimas in Erfurt
In Erfurt beteiligten sich rund 500 Demonstranten. Bildrechte: MDR/Lukas Schliepkorte

In Thüringen haben am Freitag mehr als 2.000 Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Unter dem Motto "Kein Grad weiter" hatte die "Fridays for Future"-Bewegung dazu aufgerufen. Demonstriert wurde etwa in Jena, Greiz, Nordhausen, Eisenach, Suhl und Erfurt. Es waren die ersten größeren Kundgebungen seit Beginn der Corona-Pandemie. Die größte Demonstration fand nach Polizeiangaben in Jena mit rund 1.500 Teilnehmern statt.

In Erfurt beteiligten sich rund 500 Demonstranten. Sie forderten unter anderem eine Wende in der Verkehrs- und Baupolitik. "Mehr Gleise braucht das Land", hieß es auf einem Plakat. Auf einem anderen stand die Forderung "Mehr Bäume statt mehr Beton". Die Teilnehmer trugen Masken, hielten Mindestabstände laut Polizei aber nur teilweise ein.

Menschen demonstrieren für mehr Klimaschutz
In Erfurt versammelten sich die Demonstranten zunächst in der Nähe des Bahnhofs. Bildrechte: MDR/Franziska Grewe

Straße in Erfurt blockiert

Zudem blockierten etwa 50 Protestierende in Erfurt kurzzeitig eine Straße und zündeten Pyrotechnik. Die Polizei nahm mehrere Personalien wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz auf. Laut Polizei verliefen die Proteste ansonsten friedlich. In Greiz gingen nach Veranstalterangaben 20 und in Suhl etwa 60 Demonstranten auf die Straße.

Die Aktionen waren Teil von weltweiten Protesten gegen die Klimakrise, zu denen die Bewegung "Fridays for Future" aufgerufen hatte. Bundesweit folgten Tausende Menschen dem Aufruf. Die Bewegung kämpft für eine Verringerung klimaschädlicher Treibhausgase, für mehr Klimagerechtigkeit sowie dafür, die Erderhitzung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 25. September 2020 | 19:00 Uhr

27 Kommentare

martin vor 51 Wochen

@schwabe: Mitläufer? Ich habe den Eindruck, dass die Mehrheit der von Ihnen als Mitläufer diffamierten, sich sehr wohl einige Gedanken um die eigene Zukunft und die unseres Planeten gemacht hat.

Ich habe übrigens den Eindruck, dass (nicht nur) der Thüringer Wald mehr unter den derzeitigen Bedingungen leidet und unter weiter voranschreitenden Klimaveränderungen leiden wird, als unter ein paar Dutzend WIndräder. Aber vielleicht empfinden Sie ja Bananen- und Ananas-Plantagen am Fuß des Rennsteig im Rahmen des Waldumbaus als echte Bereicherung? Allerdings - wo soll das Wasser dafür herkommen? Also vielleicht doch eher Eukalyptus-Plantagen?

martin vor 51 Wochen

@huk: Mein Hinweis auf die DDR bezieht sich auf die gesunkenen CO2-Emissionen in D.

Zu Ihrem Photosynthese-Beitrag: Besteht Einigkeit (wenigsten zwischen uns beiden), dass CO2 nicht allein das Maß der Dinge für den Klimawandel ist? Besteht darüber hinaus auch Einigkeit, dass sich auch die Lichtwärmestrahlung - nicht nur, aber auch - durch die Klimaveränderungen ändert? Und dass Ihre Versuchsanordnung nicht die Komplexität der realen Zusammenhänge des Klimas unseres Planeten abbildet?

martin vor 51 Wochen

@HUK: Wenn man die Reduzierung durch den Zusammenbruch der DDR-Industrie mal heraus rechnet, sind die Zahlen längst nicht mehr so hübsch. Aber selbst wenn man sie sich mit anrechnet, ist D von den selbstgesteckten Reduktionszielen weit entfernt.

Und ja, Photosynthese kann einen Beitrag zur CO2-Reduktion erbringen. Ich bin mal auf Ihre Zahlen gespannt, in welchem Umfang zusätzlich Photosynthese betrieben werden müsste, um die Reduktionsziele auf diesem Weg zu erreichen.

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