MDRfragt Viele Thüringer sorgen sich um Auswirkungen des Klimawandels

In einer Befragung des MDR-Meinungsbarometers "MDR fragt", an der sich rund 5.600 Thüringerinnen und Thüringer beteiligten, gaben viele Menschen an, dass sie sich wegen der Auswirkungen des Klimawandels sorgen. Viele sagen auch, sie hätten ihr Verhalten - zum Beispiel beim Einkaufen - schon angepasst, um einen Teil zum Klimaschutz beizutragen.

Baumsterben in Sachsen-Anhalt
Die Trockenheit in den vergangenen Jahren setzt den Wäldern zu. Viele Thüringerinnen und Thüringer sorgen sich vor den Auswirkungen des Klimawandels. Bildrechte: IMAGO / Steffen Schellhorn

Viele Thüringer sehen sich durch den Klimawandel bedroht. Laut einer Befragung des MDR-Meinungsbarometers "MDR fragt" geben 71 Prozent der befragten Thüringer an, dass die Bedrohung durch den Klimawandel in ihren Augen groß ist. 24 Prozent fühlen sich nur wenig bedroht, vier Prozent gar nicht.

Rund 80 Prozent finden das Thema Klimawandel allgemein wichtig und glauben, dass kommende Generationen die Folgen deutlich stärker spüren werden. Dreiviertel der Befragten wünscht sich, dass mehr gegen die Erderwärmung getan wird.

Viele Thüringer haben Einkaufsverhalten geändert

Knapp 60 Prozent geben an, ihr Verhalten in den vergangenen Jahren schon geändert zu haben, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die meisten davon achten mehr auf ihr Einkaufsverhalten. Sie kaufen zum Beispiel mehr Second-Hand, mehr Regionales und essen weniger Fleisch. Mehr als die Hälfte ist beispielsweise auf Ökostrom umgestiegen und unternimmt weniger Reisen mit dem Flugzeug.

Trotz des offenbar starken Bewusstseins für Klima-Themen hat weniger als die Hälfte der Befragten Verständnis für die "Fridays for Future"-Bewegung. Nur etwa ein Drittel glaubt, dass Klimastreiks etwas bringen. Allerdings denken die meisten, dass es Verbote braucht, damit der Klimaschutz allgemein wirksamer wird.

Zwei junge Männer und eine Frau untersuchen Plastikabfälle 5 min
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MDR um 4 Fr 22.10.2021 16:00Uhr 05:00 min

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Befragung: Plastik und Flugreisen müssten teurer werden

Insbesondere sehen sie die Bereiche Industrie, Verkehr, Energiegewinnung, Tourismus und Landwirtschaft und weniger die Privathaushalte in der Pflicht. Mehr als die Hälfte denkt, dass Plastik, Flugreisen und Flächenversiegelung teurer werden müssen.

Beim Einkaufen achten zwei Drittel der Befragten darauf, dass die Produkte klimafreundlich sind. Nur ein Drittel geht davon aus, dass guter Klimaschutz ohne Verbote möglich ist. Rund 5.600 Menschen aus Thüringen haben sich an der nicht repräsentativen Befragung beteiligt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Oktober 2021 | 12:00 Uhr

21 Kommentare

Fakt vor 5 Wochen

@Freies Moria:

Auch wenn es O.T. ist:

Galileo Galilei hat lediglich das bereits im 16. Jahrhundert von Nikolaus Kopernikus entwickelte heliozentrische Weltbild verteidigt, weshalb er mit der Kirche in Streit geriet, entwickelt hatte er es nicht. Neben Galilei gab es auch weitere Astronomen, die Kopernikus' Weltbild befürworteten. Ergo: Nicht "die ganzen Wissenschaftler".

Eulenspiegel vor 5 Wochen

Hallo Freies Moria
Wir leben aber nicht in der Zeit des Galilei als das Dogma der Kirche galt.
Darum bitteschön wo sind ihre Beweise?
Sie müssen hier nur die Wissenschaftler der ganzen Welt widerlegen.
Ach ja brauchen sie ja nicht sie haben ja ihre Verschwörungstheorie.

Freies Moria vor 5 Wochen

@Eulenspiegel: "Die ganzen Wissenschaftler" haben auch Galileo Galilei verurteilt zu seiner Zeit - und lagen doch falsch, weil sie der Kirche hörig waren. Unterliegen Sie heute evtl. dem selben Fehler, nur in modern?

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