Kontaktnachverfolgung Corona: Thüringen will kommende Woche über Nutzung der Luca-App entscheiden

In Jena wird die Luca-App bereits zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt, nun will Thüringen über eine Auftragsvergabe und Nutzung entscheiden.

Thüringens Landesregierung will am Dienstag kommender Woche endgültig über den flächendeckenden Einsatz der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung entscheiden. Das kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow am Dienstag nach einer Videokonferenz mit Vertretern von Kammern und Wirtschaftsverbänden zu Öffnungsperspektiven in der Corona-Pandemie in Erfurt an.

Vor einer Auftragsvergabe für die App, die in Thüringen von der Stadt Jena bereits genutzt wird, müssten unter anderem datenschutz- und wettbewerbsrechtliche Fragen geklärte sein, so Ramelow. Der Vorteil dieser App sei, dass sie über eine sichere Schnittstelle zu den Gesundheitsämtern verfüge und damit die digitale Kontaktnachverfolgung bei auftauchenden Infektionen erleichtere.

Carsten Müller von JenaKultur erklärt den Test der Stadtverwaltung Jena 14 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Luca-App wurde im vergangenen Jahr von der Jenaer Stadtverwaltung getestet. Wie dieser Test ablief und warum sich Carsten Müller, stellvertretender Werkleiter bei JenaKultur, mehr Einheitlichkeit wünscht.

Fr 05.03.2021 14:55Uhr 14:20 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/luca-app-test-gesundheitsamt-jena100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Carsten Müller von JenaKultur erklärt den Test der Stadtverwaltung Jena 14 min
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Die Luca-App wurde im vergangenen Jahr von der Jenaer Stadtverwaltung getestet. Wie dieser Test ablief und warum sich Carsten Müller, stellvertretender Werkleiter bei JenaKultur, mehr Einheitlichkeit wünscht.

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Video

Impfen, testen und eine schnelle Kontaktnachverfolgung würden auch Thüringen mit seiner nach wie vor angespannten Infektionslage die Möglichkeit für vorsichtige Öffnungen geben, sagte Ramelow. Bei der Luca-App bekommt der Nutzer über einen sogenannten QR-Code einen virtuellen Schlüssel auf sein Smartphone, der würde beispielsweise bei einem Gaststättenbesuch wie in einer verschlossenen Box übergeben. Zugriff auf die Daten hätte nur das Gesundheitsamt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/the, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. März 2021 | 19:00 Uhr

7 Kommentare

micha72 vor 19 Wochen

Es reicht jetzt!
Welche Sau soll denn noch durchs Dorf getrieben werden? Eine private App von irgendwelchen Leuten und Musikern privat entwickelt soll nun hoch offiziell verpflichtend werden? Geht's noch? Es reicht! Lasst uns wieder frei leben. Sobald das Handy zur Pflicht wird werde ich meins abschalten und zu Hause lassen! Ihr behandelt uns ja schlimmer wie Kindergartenkinder. Ich bin ein freier Bürger. Ich weiß das hier einige staatstreue übereifrige Jasager unterwegs sind, euch gab es immer schon, aber schließt nicht von euch auf mich. Ich sage nein, es reicht nun!

Critica vor 19 Wochen

Freies Moria, ich glaube, dass diese App genau solch eine "Luftnummer" ist, wie die andere App. Mit diesem Aktionismus möchte man nur davon ablenken, dass alles "Technische" nichts hilft. Es wird sich von allein regeln, wie so manches in der Welt - ohne Zutun der Menschen.
Dumm ist nur, dass so viele Menschen daran glauben.

Freies Moria vor 19 Wochen

Als ob sich das Virus von irgendeiner App beeindrucken lassen würde.
Ein Hund kann riechen ob jemand erkrankt ist, die App ist im Vergleich dazu so lächerlich wie der Rest der "Digitalisierung" in Deutschland.
Es sieht immer mehr danach aus, als wäre die Pandemie eine willkommene Ausrede Dinge zu tun, die man sonst nie hätte tun können.
Jüngstes Beispiel: Der gute Herr Nüßlein, gerade wegen Maskengelder aus dem Bundestag geflogen, hat SECHS MONATE VOR CORONA mit Minister Spahn eine Lagebesprechung abgehalten, was man so tun muß WENN etwas wie Corona durchs Land rollt. Ist als Video im Internet abrufbar und sieht extrem glaubwürdig aus. Seltsam ist nur, warum das alles jetzt erst ans Licht kommt, so kurz vor Wahlen...

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