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KZ-GedenkstätteErinnerungsbäume bei Buchenwald geschändet: LKA übernimmt Ermittlungen

von MDR THÜRINGEN

Stand: 28. Juli 2022, 15:44 Uhr

Das Thüringer Landeskriminalamt (TLKA) hat am Donnerstag die Ermittlungen zu den geschändeten Erinnerungsbäumen am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald übernommen. Die Behörde teilte mit, es werde wegen politisch motivierter Sachbeschädigung ermittelt. Für deren Aufklärung sei das LKA fachlich zuständig.

Den Angaben zufolge arbeiten das Landeskriminalamt und die Landespolizeiinspektion Jena mit Hochdruck an der Lösung des Falls. Die Gedenkstätte Buchenwald, das Lebenshilfewerk Weimar/Apolda und die Stadt Weimar stünden in engem Kontakt und Informationsaustausch mit der Polizei und der zuständigen Staatsanwaltschaft Erfurt.

Nahe der Gedenkstätte Buchenwald sägten Unbekannte mehrere Erinnerungsbäume ab. Bildrechte: Philipp Neumann-Thein/ Sammlung Gedenkstätte Buchenwald

Bäume erinnern an Opfer des Nazi-Terrors

Nahe Buchenwald waren in der vergangenen Woche zunächst sieben Bäume abgesägt oder abgebrochen worden, am Samstag wurden dann bei Weimar noch einmal fünf weitere abgeknickte oder beschädigte Bäume entdeckt, die an die Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes erinnern.

Vor fast genau 85 Jahren, am 15. Juli 1937, waren die ersten Häftlinge in das Lager auf dem Ettersberg bei Weimar gebracht worden. Bis zur Befreiung durch US-Truppen im April 1945 verschleppten die Nazis 280.000 Menschen nach Buchenwald. Etwa 56.000 von ihnen wurden ermordet oder starben an Hunger, Krankheiten und den Folgen medizinischer Experimente.

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MDR (cfr),dpa

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 28. Juli 2022 | 18:00 Uhr