Summe ausgeschöpft Förderung für Lastenräder in Thüringen: Eine Million Euro für 640 Fahrräder

Im vergangenen Jahr hat das Land Thüringen rund eine Million Euro für die Förderung von Lastenrädern bezahlt. Die umweltfreundliche Alternative zum Auto war vor allem in den Großstädten im Freistaat beliebt. Unternehmen und Privatpersonen können sich Lastenräder weiter fördern lassen.

Eine Frau fährt auf einem Elektrolastenfahrrad bei einem Pressetermin im Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Köln
Eine junge Frau fährt auf einem E-Lastenrad. Thüringen hat die Anschaffung der Zweiräder gefördert. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Thilo Schmülgen

Das Land hat für Lastenräder in Privathaushalten und Unternehmen rund eine Million Euro ausgegeben. Das teilte das Umweltministerium mit. Demnach floss das Geld in den vergangenen 14 Monaten den Käufern von 640 Lastenrädern zu. In über 500 Fällen wurden elektrisch angetriebene Lasten-Pedelecs angeschafft. Die meisten geförderten Fahrzeuge sind mit 123 Exemplaren in Erfurt unterwegs, gefolgt von Weimar mit 100 und Jena mit 98 Lastenrädern.

Ministerium: Nachfrage hat Erwartungen übertroffen

Geld gab es nach Ministeriumsangaben auch für Fahrrad-Anhänger und Unterstell-Möglichkeiten. Die Nachfrage habe die Erwartungen deutlich übertroffen. Dem Ministerium zufolge gibt es für die private Anschaffung von Lastenfahrrädern über die Thüringer Aufbaubank weiterhin Fördermöglichkeiten. Gewerbetreibende und Verbände könnten Zuschüsse beim Bund beantragen.

Mit dem Förderprogramm "Cargobike-Invest" will das Umweltministerium die Thüringer zum Kauf von Lastenrädern als klimafreundliche Alternative zum Auto animieren. Bis zu 3.000 Euro pro Rad sind je nach Ausführung maximal möglich.

Hinweis der Redaktion In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass private Anschaffung von Lastenfahrrädern für dieses Jahr kein Fördergeld mehr erhalten würden. Das hatte das Umweltministerium so am Montag mitgeteilt. Inzwischen hat das Ministerium seine Pressemitteilung korrigiert und wir unseren Artikel entsprechend angepasst.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. September 2021 | 12:00 Uhr

46 Kommentare

Frau K. vor 11 Wochen

@Harka
Wenn es körperlich geht , können sie ein Fahrrad benutzen ;) - ab und zu in der Nähe einen Großeinkauf mit Auto ist doch völlig normal, aber den Nahverkehr gar nicht nutzen und dann meckern, wenn er weg ist, da kann ich mit vielen nicht mitfühlen.
Die Innenstadt in Weimar ist sehr gut zu erreichen mit dem ÖNPV Der Goetheplatz liegt super zentral =o
Und ich schätze mal die Fussgängerzone ist da keine 2 km rundherum. Man ist ja in 10 min durchgelaufen ..
Ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber wenn man ein Auto hat, wird schnell alles sehr weit weg. In den kleinen Städten, wo alle halbe Stunde bis halben Tag mal ein Büs-chen kommt, da läuft man eben auch mal 30 Minuten (oder mehr) irgendwo hin. Mach ich heute noch obwohl ich nicht mehr da wohne.
Ich kann den Neid der Autofahrer nicht nachvollziehen, die doch alles bekommen, Parkflächen bis zum Umfallen, mehrspurige Autobahnen mit Flächenverlust ohne Ende, dürfen Dreck und Lärm machen. Und dann noch neidisch sein auf andere...

emlo vor 11 Wochen

@Harka2: Für den Rechthabernoch mal ganz deutlich: MAN baut KEINE Autos. Das kleinste was die bauen sind leichte Lkw. Die sind aber trotzdem schon weit jenseits eines Kleintransporters und erst recht eines Autos. So, und nun können Sie sich gerne mit sich selbst austauschen. Das machen Sie ja offensichtlich sowieso am liebsten.

Harka2 vor 11 Wochen

Ok, ich wohne in Weimar. Mein Supermarkt Rewe möchte mir Zwiebeln verkaufen, da ich gerade welche brauche. Die kommen logischerweise aus dem naheliegensten Ort auf diesem Planeten, also aus Neuseeland. Wenn ich Zwiebeln aus den nur 2 km entfernten Heichelheimer Zwiebelfeldern haben will, muss ich selbst in Weimar zum Herkules fahren, denn dort bekomme ich sie. Zum Herkules im zentralen Atrium fährt kein Bus von hier, es liegt aber 3 km und 200 Höhenmeter entfernt. Mal überlegen, wie komme ich da hin? Mit dem Bus geht nicht. Mit dem Auto fahre ich auf dem Weg zur Arbeit dran vorbei. Wie würden sie sich entscheiden? Ich würde auch gerne zu Fuß zur Bank gehen. Das sind nur 4 km in die Weimarer Innenstadt. Fußgängerzone, 2 km rundherum. Also gehe ich nicht mehr zur Bank und fahre dorthin, wo ich noch ran komme. Die verkehrsberuhigte Innenstadt ist so beruhigt, dass man dort allenfalls noch aus der Luft rankommt. Selbst der örtliche Nahverkehr macht um sie einen großen Bogen.

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