Familien Thüringer Linke wollen drittes Kita-Jahr beitragsfrei machen

Die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag hat sich auf einer Haushaltsklausur für ein drittes beitragsfreies Kita-Jahr ausgesprochen. Damit sollen Familien entlastet werden. Zudem wollen die Linken künftig keinen "globalen Minderausgaben" mehr zustimmen.

Rücksäcke hängen im St. Michaels Kindergarten in Leinfelden-Echterdingen an der Wand.
Die Thüringer Linksfraktion will das dritte Kita-Jahr beitragsfrei machen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Linken wollen mit der Forderung nach einem dritten beitragsfreien Kita-Jahr in Thüringen in die Beratungen zum Landeshaushalt 2023 gehen. Das teilte die Landtagsfraktion der Partei am Donnerstag nach einer Haushaltsklausur in Erfurt mit. Damit könnten Familien im Schnitt um rund 1.300 Euro entlastet werden.

Linksfraktion gegen künftige "globale Minderausgaben"

Weitere Schwerpunkte wollen sie auf die Finanzierung von sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe sowie eine "landesweite Mobilitätsgarantie für alle" legen. Die Fraktion beschloss zudem, einer sogenannten globalen Minderausgabe künftig nicht mehr zuzustimmen.

Das ist ein Streitthema in Thüringen. Mit dem Etat 2022 hatte der Landtag auf Drängen vor allem der oppositionellen CDU-Fraktion diese Sparvorgabe beschlossen. Sie zwingt die Regierung, im Jahresverlauf 330 Millionen Euro einzusparen - über alle Ressorts hinweg ("Rasenmähermethode"). Die Linken betonten, sie wollten keinem Haushalt zustimmen, der "die Lebenswirklichkeit und aktuelle soziale Herausforderungen außer Acht" lasse.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Juni 2022 | 20:00 Uhr

6 Kommentare

Sozialberuflerin vor 8 Wochen

Solange es bei Bildung und Gesundheit um Quantität und nicht um Qualität geht, solange man meint, dass sich "das rechnen soll" und nur Gewinnoptimierung im Vordergrund steht...

Solange sind solche Vorschläge völlig sinnlos!

Woher aber das Geld für das fehlende und tätige Personal, welches zu recht fordert, kommen soll, dass schlägt man nicht vor!
Man spricht im Bereich Bildung von Einsparungen in nicht unerheblichem Maße. Schon jetzt ist in Thüringen der Bereich Bildung zer-spart

Familien müssen entlastet werden, keine Frage...
Aber hier fängt man am falschen Ende an!


Hobby-Viruloge007 vor 8 Wochen

Wenn man siech ansieht, wie in den letzten Jahren in vielen Gemeinden die KIGA Beiträge gestiegen sind, dann zahlen die Eltern jetzt in weniger kostenpflichtigen Jahren genau soviel wie früher ohne kostenlose KIGA Jahre.

300, 400€ pro Monat sind für eine junge Familie viel Geld. Dazu kommt noch Essengeld, da sind wir inzwischen auch bei um die 3 Euro für irgendwelchen Industriefraß.
Ich bin für eine Landesweit einheitliche KITA Gebühr von 50 Euro für die gesamte KITA Laufzeit. Tagesmutter von mir aus 100€. Das bringt niemanden um und die Eltern bezahlen etwas (keine Anmeldung ohne Bedarf).
Die Qualität des Essens sollte gesteigert werden.

Sveni87 vor 8 Wochen

Das bekommen die eh wieder nicht gebacken. Das sollte schon gleich nach der Wahl geschehen. Und die sollen ja aufhören, den Schwarzen Peter hin und her zu schieben. Hätte es die Neuwahl gegeben hätte es eventuell für irgendjemanden eine Mehrheit gegeben. So ist es einfach Sch… weil jeder den anderen nichts gönnt und einfach alles gegenseitig geblockt wird. Aber die größten Märchen beginnen halt nicht mit : „es war einmal…“ sondern mit: „ wenn ihr mich wählt, dann mache ich/ bekommt ihr…“ . Das ist alles nur noch Geheuchel und in Thüringen ist gerade die Hochburg des Affentheaters …

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