Lockerungen Ramelow arbeitet an Corona-Stufenplan für Thüringen

Die Thüringer Landesregierung will bis zur kommenden Woche einen Stufenplan für Lockerungen des Lockdown vorlegen. Ministerpräsident Bodo Ramelow plädierte gleichzeitig für einen bundesweiten und einheitlichen Fahrplan.

Bodo Ramelow im Plenum
Ministerpräsident Bodo Ramelow schlägt einen einheitlichen Fahrplan aus dem Lockdown vor. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Thüringens Landesregierung arbeitet nach Angaben von Ministerpräsident Bodo Ramelow an einem Corona-Stufenplan. Der Linken-Politiker sagte am Freitag, der Plan werde in der kommenden Woche vom Kabinett verabschiedet und danach dem Landtag vorgelegt.

Der Stufenplan soll festlegen, welche Lockerungen möglich sein können - abhängig von der Infektionsentwicklung und der Belastbarkeit des Gesundheitssystems.

Der Thüringer Landeschef sagte der Deutschen Presse-Agentur, er könne sich vorstellen, dass bei einem bestimmten Infektionswert die Kommunen selbst über Lockerungen entscheiden können. Umgekehrt könnten bei bestimmten Werten landesweite Vorgaben gelten.

Das wird ein Fahrplan, und wir können dann verlässlicher sagen, was in den kommenden Wochen möglich ist.

Bodo Ramelow Deutsche Presse-Agentur

Andere Bundesländer machen es vor

Thüringen orientiert sich bei diesem Vorgehen an den Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die bereits Perspektiv-Pläne vorgestellt haben.

Bodo Ramelow will sich außerdem in der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 10. Februar für einen bundeseinheitlichen Fahrplan aus dem Lockdown aussprechen.

Wirtschaftskammer mit eigenen Stufenplänen

Mehrere Wirtschaftskammern in Thüringen haben in dieser Woche eigene Vorschläge gemacht, welche Branche bei welchen Infektionswerten öffnen soll.

Die Handwerkskammer Erfurt schlug vor, ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 zunächst die Gesundheits- und körpernahen Dienstleistungen, wieder zu öffnen - mit Auflagen, Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht. Der Stufenplan der Thüringer Industrie- und Handelskammer zählt zu dieser ersten Gruppe auch Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätze.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. Februar 2021 | 17:00 Uhr

62 Kommentare

Micky Maus vor 9 Wochen

" Nun ja, mir ist nicht bekannt, dass jemand trotz Vorerkrankungen an einem Schnupfen gestorben wäre."

Das hat aber nichts zu sagen, dass es ihnen nicht bekannt ist, dann erkundigen sie sich doch bitte mal im Krankenhaus.

emlo vor 9 Wochen

@Sonnenseite: "Kommt ganz auf die Vorerkrankungen an." Nun ja, mir ist nicht bekannt, dass jemand trotz Vorerkrankungen an einem Schnupfen gestorben wäre.

martin vor 9 Wochen

@tpass: Wie gut, dass die CDU ihre Freunde nicht versorgt hat .... Und wie hat sich doch gleich der Schuldenstand in Thüringen (vor Corona) unter RRG entwickelt?

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