Wegen Präsidentschaftskandidatur Ottes für AfD Maaßen verlässt Werteunion

CDU-Mitglied und Werteunions-Vorsitzender Max Otte kandidiert für die AfD bei der Bundespräsidentenwahl - für Werteunions-Mitglied Hans-Georg Maaßen ein Grund, dem CDU-nahen Verein den Rücken zu kehren.

Hans-Georg Maaßen
CDU-Mitglied Hans-Georg Maaßen verlässt den der CDU nahestehenden Verein Werteunion, deren Mitgliedschaft er bereits hatte ruhen lassen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der frühere Bundesverfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (CDU) hat nach eigenen Angaben seinen Austritt aus der Werteunion erklärt. Grund sei, dass der Vorsitzende der Werteunion, Max Otte, als AfD-Kandidat bei der Wahl des Bundespräsidenten antreten wolle, wie Maaßen am Dienstag der dpa sagte. "Es ist nicht akzeptabel, dass sich ein Unionsmitglied als Bundespräsidentenkandidat von der AfD aufstellen lässt." Zuvor hatte Maaßen seinen Schritt auf der Plattform Gettr bekannt gemacht. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Er sei dafür, gegenüber der AfD "klare Kante" zu zeigen, sagte der 59-Jährige, der seine Mitgliedschaft seit Monaten hatte ruhen lassen. Nun habe er per Whatsapp mitgeteilt auszutreten. Seine Austrittserklärung wolle er am Mittwoch auch per Post auf den Weg bringen.

Maaßen war bei der Bundestagswahl im September für die CDU als Direktkandidat in einem Südthüringer Wahlkreis angetreten, hatte aber gegen den SPD-Politiker und Biathlon-Olympiasieger Frank Ulrich verloren. Die Werteunion sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung. 

MDR/dpa (csr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Januar 2022 | 18:00 Uhr

Mehr aus Thüringen