Pfiffelbach Thüringer AfD: Höcke und Möller als Landeschefs wiedergewählt

Die Thüringer AfD hat Björn Höcke als Landesvorstand bestätigt. Er erhielt 90,5 Prozent der Delegierten-Stimmen. Beim Landesparteitag in Pfiffelbach wurde auch Stefan Möller im Amt bestätigt.

Björn Höcke (r), Vorsitzender der AfD-Thüringen, und Stefan Möller, stellvertretender Vorsitzender der AfD Thüringen, jubeln beim Landesparteitag nach ihrer Wiederwahl In den Landesvorstand.
Wiederwahl zum Landesvorstand: Stefan Möller und Björn Höcke. Bildrechte: dpa

Thüringens AfD hält an ihrem bisherigen Führungsduo fest. Auf einem Parteitag in Pfiffelbach im Kreis Weimarer Land wurde Björn Höcke als Landessprecher im Amt bestätigt. Er kam auf 90,5 Prozent der Delegierten-Stimmen. Bei der letzten Vorstandswahl vor zwei Jahren hatte der 50-Jährige knapp 84 Prozent der Stimmen erhalten.

AfD Parteitag Pfiffelbach
AfD-Delegierte beim Landesparteitag in Pfiffelbach. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Stefan Möller, bislang Co-Landessprecher, erhielt anschließend knapp 94 Prozent. Damit bleibt er ebenfalls weiter auf diesem Posten.

Höcke griff den derzeitigen Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in seiner Rede scharf an und bezeichnete ihn als "selbstverliebt" und "machtberauscht". An Ramelow gerichtet sagte Höcke: "Wenn Sie es wagen sollten, tatsächlich noch einmal als Spitzenkandidat der Linken anzutreten, dann werden Sie nach den Landtagswahlen 2024 vollständig besiegt sein".

Torben Braga erneut Vize

Als Stellvertreter wählte der Parteitag die Landtagsabgeordneten Torben Braga und Rene Aust. Für Braga ist es die zweite Amtszeit als Vize im AfD-Vorstand. Birgit Noll trat nicht mehr an.

Torben Braga
Torben Braga ist als Landes-Vize wiedergewählt. Bildrechte: dpa

In Pfiffelbach kamen rund 250 Delegierte zusammen. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistische Bestrebung eingestuft.

MDR (dpa/dvs)

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. November 2022 | 08:00 Uhr

255 Kommentare

Der Matthias vor 4 Wochen

@ Norbert56 NRW

Gegensätzliche bzw. unterschiedliche Ansichten hat es in einer Demokratie immer schon gegeben!
Apropos Norden: In Schleswig-Holstein z.B. ist die AfD nicht einmal mehr im Landesparlament vertreten! Und selbst, wenn ich die letzte Landtagswahl in Niedersachsen nehme, hat dort gerade mal jeder 10. Wähler AfD gewählt? Wo, also, soll die von Ihnen und anderen AfD-Anhängern ständig herbei geredete "Spaltung" sein? Wenn überhaupt, dann kann mal wohl (wenn man das rein an den AfD-Ergebnissen festmacht) nur von einer polit. West-Ost-Spaltung reden, die sich allerdings vor allem in der AfD-Wählerschaft zeigt (und in Teilen vlt. auch noch in der LINKE-Wählerschaft, wenn auch längst nicht mehr so stark wie früher). Und Ihre Analyse von wegen "LmaA" ist völlig spekulativ! Die Gründe für Wahlenthaltung können mannigfach u. unterschiedlich sein. Nicht wenige sehen vlt. gar keine Notwendigkeit, überhaupt wählen zu gehen, weil Sie Demokratie für Etwas Selbstverständliches halten!?

Der Matthias vor 4 Wochen

@ GuterMensch
Die Gefahr, dass Volksentscheide von populistischen Parteien dazu missbraucht werden, komplexe Fragen auf Stammtischniveau zu reduzieren und damit Volksverhetzung und plumpe Wählertäuschung (siehe BREXIT!) zu betreiben, erscheint mir persönlich zu hoch! Außerdem will ich mir von rechtsextremen Parteien nicht andauernd deren reaktionäre Agenda aufzwängen lassen, indem sie ständig (unter Ausnutzung kurzfristiger, volatiler Stimmungslagen in der Bevölkerung) mit populistischen Themen versuchen, diese dem gesamten Volk überstülpen zu wollen und die Öffentlichkeit in einem permanenten Erregungszustand zu halten. Manche Themen sind mir persönlich dann doch zu wichtig, um sie dem von augenblicklichen Stimmungslagen und Moden leicht beeinflussbaren und manipulierbaren Wahlvolk zum Fraß vorwerfen zu lassen. Diese Forderung ist pure Augenwischerei, da die AfD so außerparlamentarisch versucht, "einen Fuß in die Türe" zu bekommen, da sie parlamentarisch keinerlei Einfluss hat!

Norbert 56 NRW vor 4 Wochen

Naja Niedersachsen mit 60% Wahlbeteiligung war ja jetzt kein positives Beispiel für ihre These... man kann das natürlich immer so drehen wie es gebraucht wird, aber Vertrauen ins System nenne ich das nicht. Eher für eine LmaA Einstellung...und bitte hören Sie doch endlich mal auf Osten und Westen zu differenzieren. Im Norden und im Süden gibt es ebenso gegensätzliche Ansichten, und Spaltung hilft da keinem.

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