Weimarer Land Nach tödlichem Brand: Keine Ermittlungen gegen Apoldas Bürgermeister

Nach dem Brand mit vier Toten in Apolda wird die Staatsanwaltschaft nicht gegen Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (parteilos) ermitteln. Wie die Behörde in Erfurt am Freitag mitteilte, seien keine strafrechtlichen Verstöße erkennbar.

Mehrere Feuerwehrleute stehen vor einem gebäude. Der Dachstuhl ist abgebrannt.
Bei dem Feuer in einem Wohnhaus in Apolda Ende August waren vier Menschen gestorben, etliche wurden verletzt. Bildrechte: Johannes Krey/MDR

Strafanzeige wegen möglicher Überbelegung

Zuvor hatte eine Privatperson Strafanzeige gegen das Stadtoberhaupt und neun weitere Institutionen wegen möglichen Fehlverhaltens erstattet. Laut "Thüringer Allgemeine" wollte die Anzeigenerstatterin geklärt wissen, ob das Haus zum Zeitpunkt des Feuers überbelegt war. Zudem gebe es Zweifel am Brandschutz.

Bei dem verheerenden Feuer Ende August waren vier Menschen gestorben, knapp zwei Dutzend wurden teils schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt bestätigte gegenüber MDR THÜRINGEN die Anzeige. Allerdings habe man bereits am 29. September per Verfügung von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen.

MDR (ar, fra)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Oktober 2022 | 17:00 Uhr

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