Hunde "Der Husky passt sich an" - Thüringer Züchter über seine Hunde-Arbeit

"Brauchst du einen Freund - kauf dir einen Hund." Dieses Zitat von US-Schauspieler Michael Douglas aus dem Streifen "Wall Street" hat durchaus seinen Wahrheitsgehalt. Viele Menschen denken in der Pandemie bei allen Kontaktbeschränkungen darüber nach, sich einen Vierbeiner zuzulegen. Die Nachfrage hat auch bei Züchter Thorsten Rex aus Blankenhain im Weimarer Land zugelegt.

Thorsten Rex mit mehreren Huskys
Hundezüchter Thorsten Rex aus dem Weimarer Land mit mehreren Huskys. Bildrechte: MDR/Klaus Schräder-Grau

Seit über zehn Jahren züchtet der Thüringer Thorsten Rex Siberian Huskys - und ist mit dieser Rasse einer der letzten in Thüringen. Diese wunderschönen Tiere, die mitunter eisblaue Augen haben, lassen potenzielle Hundebesitzer ins Schwärmen geraten. Die Vierbeiner brauchen weniger Auslauf, als viele denken, und auch mit dem europäischen Klima hat sich die Rasse inzwischen angefreundet.

"Huskys sind Familientiere", betont Torsten Rex. "Das Gerücht, dass insbesondere diese Tiere mehr Bewegung bräuchten als andere Hunde, ist falsch. Der Husky passt sich an. Er hält es auch bei 30 Grad plus aus. Denn da, wo er herkommt, Sibirien oder auch Kanada, haben wir im Sommer auch Temperaturen um die 30 Grad und eben im Winter Minus 20, 30, 40 Grad."

Thüringer hält 17 Huskys


Auf über 1.500 Quadratmetern hat sich Thorsten Rex ein "Husky-Paradies" zugelegt. Vor einigen Jahren zog er ins Weimarer Land, baut sein weitläufiges Grundstück am Wald Zug um Zug um. Ein aufwendiger Prozess, der immer noch andauert. 17 Huskys leben mittlerweile mit Thorsten Rex und seiner Frau auf dem Gelände. Der Bereich für die Hunde ist großzügig eingezäunt. Verschiedene Boxen trennen Rüden und Hündinnen, die auf Namen wie Unkas, Darvin oder Branda hören.

Fünf Huskys und drei Menschen auf einer Wiese
Bildrechte: MDR/Klaus Schräder-Grau


Die Nachfrage nach Huskys sei in den vergangenen Monaten etwas angestiegen. Doch nicht jeder, der bei Thorsten Rex anklopft, bekommt am Ende ein Tier. Der Züchter will seinen Nachwuchs in seriöse Hände geben. "In einer kleinen Wohnung kann man einen Husky nicht artgerecht halten. Ein Garten, wo Hund und Herrchen miteinander spielen und toben können, ist Mindestvoraussetzung."

Bevor der Thüringer Züchter die Husky-Welpen weitergibt, will er die neuen Besitzer genau kennenlernen. "Das geht durch mehrfache Besuche bei uns auf dem Gelände. So können wir uns einen Eindruck von den Interessenten machen."

Probleme durch Schwarzhandel


Auf keinen Fall sollten Huskys aus irgendwelchen Kofferräumen heraus gekauft werden. Dieser Schwarzhandel ist weder artgerecht noch seriös. "Die Welpen werden oft viel zu früh von ihrer Mutter getrennt, sind weder gechipt noch geimpft“, erklärt Thorsten Rex. Für viel Geld holt man sich da mitunter Probleme ins Haus. Im ungünstigsten Fall erkranken die Tiere noch im Welpenalter. Behandlungen und Operationen beim Tierarzt gehen ins Geld und können schnell vierstellige Beträge annehmen.

Thorsten Rex gibt seine Husky-Welpen frühestens nach zwölf Wochen an neue Besitzer weiter. Der süße Nachwuchs ist dann auch geimpft, entwurmt und gechipt - damit Tier und Mensch in ein gemeinsames sorgenfreies "Hundeleben" starten können.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Nachmittag | 10. April 2021 | 14:45 Uhr

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