Anti-Drogen-Zug "Revolution Train": Drogenpräventions-Projekt macht Halt in Apolda

Das Drogenpräventions-Projekt "Revolution Train" ist noch bis 15. Oktober in Thüringen zu sehen. Es zeigt die Auswirkungen von Drogenmissbrauch auf die Gesundheit und das soziale Leben. Am Dienstag hielt der Zug in Apolda.

Ein Anti-Drogen-Zug steht im unteren Bahnhof von Annaberg-Buchholz.
Das Projekt "Revolution Train" ist noch bis zum 15. Oktober in Thüringen zu sehen. Bildrechte: dpa

Nach Kritik am Drogenpräventions-Projekt "Revolution Train" haben es die Macher teilweise entschärft. Wie Projektleiter Pavel Tuma sagte, wurden Schockmomente am Ende des Zuges entfernt. Der letzte Waggon wurde erneuert. Die Besucher würden mit einem hoffentlich optimistischeren Gefühl nach Hause gehen, sagte Tuma MDR THÜRINGEN.

Seit September in Thüringen

Suchtexperten hatten das Konzept des "Revolution Train" angezweifelt. Nachgestellt wird die Drogensucht junger Menschen, die mit dem Tod endet. Auf Abschreckung zu setzen sei überholt und eindimensional, hieß es.

Die verwahrloste Bleibe eines Drogenabhängigen ist im Anti-Drogen-Zug nachgestellt.
Die verwahrloste Bleibe eines Drogenabhängigen ist im Anti-Drogen-Zug nachgestellt. Bildrechte: MDR/Cornelia Mauroner

Seit Ende September ist das Drogenpräventions-Projekt "Revolution Train" in Thüringen unterwegs. Am Dienstag machte der Zug Station in Apolda und wurde zunächst von Schulklassen aus der Region besucht.

Sie kommen unter anderem aus dem Gymnasium Bergschule und der Apoldaer Pestalozzi-Schule. Deren Acht- bis Zehntklässler nahmen an der teil. In Vor- und Nachbesprechungen werden die Kinder zum Thema Drogenprävention geschult. Dabei sei der Zug ein wichtiger Baustein, heißt es von Seiten der Pädagogen.

Basis-Station in Prag

In einer 90-minütigen Führung durch den Zug mit sechs Waggons erleben die Besucher interaktiv, welche Auswirkungen Drogenmissbrauch auf die Gesundheit und das soziale Leben hat. Der "Revolution Train" hat seine Basis-Station in Prag. Von dort aus wird der Zug in regelmäßigen Intervallen auf Tour in die Städte geschickt. In Apolda stoppt er auf Initiative des Diakoniewerks. Bereits 2018 gastierte der Zug in Apolda.

Eine Bar auf deren Theka Schnapsgläser stehen.
Die Besucher des "Revolution Train" sollen die Auswirkungen von Drogenmissbrauch auf die Gesundheit und das soziale Leben interaktiv erleben. Bildrechte: MDR/Cornelia Mauroner

In Thüringen ist das Projekt noch bis zum 15. Oktober zu sehen. Die nächsten Stationen sind am 13. und 14. Oktober in Arnstadt und am 15. Oktober in Ilmenau. Anschließend setzt er seine Fahrt in Richtung Schleswig-Holstein fort.

Logo des Revolution Train 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Di 12.10.2021 19:00Uhr 02:05 min

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Quelle: MDR THÜRINGEN/cfr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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