Justiz Prozess um Mord an Ehefrau: Arnstädter legt Revision ein

Im Prozess um den Mord an seiner Ehefrau hat der verurteilte Arnstädter Revision gegen seine lebenslange Haftstrafe eingelegt. Das Erfurter Landgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass der 50-Jährige im Juni 2020 seine Ehefrau mit einem schweren Geländewagen angefahren und dadurch getötet hatte. Der Mann wurde wegen heimtückischen Mordes verurteilt.

Angeklagter vor der Urteilsverkündung in einem Mordprozess vor dem Landgericht Erfurt.
Das Landgericht Erfurt hatte den 50-jährigen Arnstädter Anfang Juli zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Gegen das Urteil legte er Revision ein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mordprozess: Verteidiger plädierten auf Freispruch

Seine Verteidiger sahen ihren Mandanten zu Unrecht angeklagt und plädierten auf Freispruch. Der Vorsitzende Richter Markus von Hagen sah das anders: "Der Angeklagte hat die Tat von langer Hand geplant und beschlossen, sie totzufahren", begründete er Anfang Juli das Urteil des Landgerichts. Er sprach von einem furchtbaren Geschehen, das viel Schmerz hinterlasse.

Ob das Erfurter Urteil Bestand hat, muss nun der Bundesgerichtshof entscheiden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 21. Juli 2021 | 17:30 Uhr

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