Ilm-Kreis Abzug von Polizisten aus Arnstadt: Gewerkschaft reagiert auf Kritik

Fünf Kriminalbeamte, die bisher ihren Dienst in Arnstadt geleistet haben, sollen zukünftig von Gotha aus arbeiten. Nach Kritik an dem Abzug äußert sich die Deutsche Polizeigewerkschaft Thüringen.

Ein Polizeiauto auf einem Waldweg
Der Ilm-Kreis steht ab 1. Juli 2021 ohne Kriminalbeamte mit Dienststelle im Landkreis da. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Martin Wichmann

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Thüringen hat die Kritik am Abzug der Kriminalbeamten aus Arnstadt als "nicht zielführend" zurückgewiesen. Der Landesvorsitzende Jürgen Hoffmann sagte, es müsse eine politische Lösung "für den Kriminalitätsschwerpunkt Arnstadt" gefunden werden. "Die seit Jahren anhaltenden kosmetischen Veränderungen sind weder im Sinne der Bürger und Bürgerinnen von Arnstadt, noch tragen sie zu einer effizienten Polizeiarbeit bei."

Eigene Beamte in Arnstadt könne es langfristig nur dann geben, wenn eine Kriminalpolizeistation neu eingerichtet würde. Das müsse aber von politischen Verantwortungsträgern entschieden werden und liege nicht in der Macht der Polizei.

Die Kriminalpolizei, angesiedelt in Gotha, sei auch für den gesamten Ilm-Kreis zuständig. Beamte dauerhaft einer Stadt zuzuordnen, sorge für Lücken an anderer Stelle. Hoffmann kritisierte in dem Zusammenhang den Personalmangel "in der gesamten Thüringer Polizei".

Landrätin und Bürgermeister kritisieren den Abzug

Zuvor hatten die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders (Linke), und der Bürgermeister von Arnstadt, Frank Spilling (pl), den Abzug von fünf Polizisten aus Arnstadt kritisiert. Ab 1. Juli sind sie wieder für den gesamten Ilm-Kreis zuständig. Laut Landespolizeiinspektion Gotha hatte es sich bei den fünf Beamten um eine sogenannte temporäre Organisationeinheit gehandelt, die wegen gehäufter Straftaten eingerichtet worden war.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Juni 2021 | 18:00 Uhr

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