Rollstuhlbasketball in Elxleben Siegesserie der Thuringia Bulls gerissen - Schuss vor den Bug zur rechten Zeit?

Die Rollstuhlbasketballer der Thuringia Bulls aus Elxleben sind die beste Mannschaft Europas. 75 Spiele in Folge hatten die Bulls nicht verloren. Nun kassierten sie zwei Niederlagen. Doch das bringt sie nicht aus der Fassung - bei den baldigen Play-offs wollen sie ihren Titel verteidigen.

Pokale und Medaillen der Thuringia Bulls.
Pokale und Medaillen der Thuringia Bulls. Bildrechte: MDR/Jürgen Kolarzik

Sie sind die beste Mannschaft Europas: Champions-Cup-Sieger, Deutscher Meister, Pokalsieger - die Rollstuhlbasketballer der Thuringia Bulls aus Elxleben. 75 Spiele in Folge hatten die Bulls nicht verloren. Doch auch das beste Rollstuhlbasketball-Team Europas ist vor Rückschlägen nicht gefeiht. Zwei Niederlagen in den vergangenen drei Spielen kassierten die Thüringer gegen die Dauerrivalen aus Lahn-Dill und überraschend auch gegen Hannover.

Elxlebener Mannschaft war 35 Monate lang ungeschlagen

Trainer Michael Engel hat seine gute Laune trotzdem noch lange nicht verloren: "Wir dürfen immer noch das machen, was uns Spaß macht. Wir dürfen in die Halle gehen, wir dürfen spielen. Das ist ja eine priveligierte Sache, gerade in diesen Zeiten. Und von daher brauchen wir jetzt nicht mit Tränen in den Augen durch die Gegend fahren."

Manager Lutz Lessmann (li) und Trainer Michael Engel
Der Manager Lutz Lessman (links) und Trainer Michael Engel. Bildrechte: MDR/Andreas Kehrer

Daran ändern auch die beiden Niederlagen nichts. 35 Monate lang waren die Bulls ungeschlagen. "Das war schon außergewöhnlich und das weiß hier auch jeder, das ist nicht normal! Und jetzt ist eine Niederlage oder auch zwei plötzlich eine außergewöhnliche Sache. Ich glaube, dass ganz viele Teams gerne mit uns tauschen würden..."

Das Motto: "Hinsetzen, Hörner richten, weiter rollen"

Schließlich ist bislang auch nichts Schlimmes passiert. Die Niederlagen - ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit, findet auch Kapitän Andre Bienek. Zwar verliere niemand gerne, aber der Zeitpunkt sei jetzt besser als während eines Turniers oder dann in den Play-offs. Im Training werde jetzt schon agressiver und konzentrierter gearbeitet, so Bienek. Und wenn man die eigene Leistung abrufen könne, dann sei es auch egal, gegen wen man auf dem Feld stehe, dann könnten die Bulls immer noch gegen jede Mannschaft gewinnen.

Steve Serio und André Bienek
Von links: Steve Serio (RSV Lahn-Dill) und Andre Bienek (RSB Thuringia Bulls) beim DRS-Pokal Final Four. Bildrechte: IMAGO

Hinsetzen, Hörner richten, weiter rollen - auch das Motto von Michael Engel. Man gehe durch Höhen und Tiefen. Wichtig sei, wenn man gewinnt, nicht so hoch zu fliegen, und wenn man verliert, nicht zu tief zu fallen. Das mit den Höhen habe sein Team gut geschafft, jetzt müsse man das Tief auch gut durchstehen.

Denn in zwei Wochen, am 10. April, beginnen die Play-offs um die deutsche Meisterschaft - und dort wollen die Thuringia Bulls ihren Titel verteidigen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 24. März 2021 | 17:00 Uhr

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