"perfect living for us" Arnstädter Wohnungsgenossenschaft baut für Familien im Westviertel

59 Wohnungen werden im Westviertel in Arnstadt gebaut. Die Vereinigte Wohnungsgenossenschaft möchte vor allem junge Familien ansprechen und legt Wert auf ein kinderfreundliches Umfeld. Donnerstag wurde der Grundstein gelegt.

Die Grundsteinlegung für ein Wohnhaus in Arnstadt.
Detlef Lüdicke von der VWG Arnstadt legt den Grundstein für die neuen Wohnhäuser. In der Hülse sind die Baupläne, eine Zeitung vom Donnerstag und ein Säckchen mit Geld im Wert von zehn Euro. Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

Die Vereinigte Wohnungsgenossenschaft (VWG) Arnstadt hat am Donnerstagnachmittag den Grundstein für 59 Wohnungen im sogenannten Westviertel gelegt. Wie Vorstand Detlef Lüdicke mitteilte, entstehen in drei miteinander verbundenen Häusern 59 Wohnungen mit einer Durchschnittsgröße von 90 Quadratmetern.

75 Prozent der Wohnungen sind Drei-, Vier- oder Fünf-Raum Wohnungen. Jede Wohnung hat einen Balkon. Die Häuser haben vier Stockwerke. Im Erdgeschoss sind überdachte Parkplätze geplant. Auch Ladestationen für Elektroautos sind vorgesehen. Bis zum Winter wurde an dem Bauplatz ein Plattenbau der VWG zurückgebaut.

Simulation eines Neubaus in Arnstadt.
Die neuen Wohnungen sollen interessante Grundrisse mehr Raumkomfort und Möglichkeiten zum sogenannten Smart Home haben. Bildrechte: VWG-Arnstadt

Fahrstühle und barrierefreie Zugänge

Die VWG Arnstadt gehört nach eigenen Angaben zu den großen Vermietern in und um Arnstadt. Jährlich würden erhebliche Summen in die Instandhaltung und Modernisierung investiert, hieß es. Doch das allein reiche nicht aus. Niemand möchte immer nur das alte Auto mit neuem Lack, so Lüdicke wörtlich. Ein Neubau sei längst überfällig gewesen.

Interessante Grundrisse, neue Ideen, mehr Raumkomfort, E-Mobilität und Möglichkeiten zum sogenannten Smart Home habe man sich zum Ziel gesetzt mit dem neuen Wohnprojekt. Barrierefreie oder zumindest barrierearme Zugänge zu allen Räumen des Hauses seien dabei selbstverständlich. In die Häuser werden Fahrstühle eingebaut.

Die Baustelle eines Wohnhauses in Arnstadt.
Ein bisschen was von den Wohnhäusern ist sogar schon zu sehen. Bildrechte: MDR/Sandra Voigtmann

Umfeld der Wohnungen kinderfreundlich gestalten

In den Plattenbauten der VWG leben viele ältere Menschen. Mit dem Slogan "perfect living for us" sollen vor allem junge Familien mit Kindern angesprochen werden, sagte VWG-Vorstand Lüdicke. Mit dem Projekt möchte das Unternehmen neue Wege gehen. Den jungen Menschen solle gezeigt werden, dass auch an sie gedacht werde.

Das in sich abgeschlossene Wohnumfeld werde kinderfreundlich gestaltet. Auch einen Rodelhang werde es geben, sagte Lüdicke am Donnerstag bei der Grundsteinlegung. Aber auch ältere Menschen, die Kinderlärm nicht als Belästigung empfinden, seien herzlich willkommen.

Die Simulation eines Neubaus in Arnstadt aus der Vogelperspektive.
Die neuen Wohnungen sollen vor allem junge Familien mit Kindern anziehen. Auch das Umfeld soll kinderfreundlich gestaltet werden. Bildrechte: VWG-Arnstadt

Der Baubeginn war für dieses Frühjahr geplant, musste aber coronabedingt verschoben werden. Gebaut wird mit Hilfe Thüringer Firmen, beispielsweise aus Arnstadt, Gotha, Saalfeld, Ilmenau, Erfurt und Schmalkalden. 2024 sollen die ersten Mieter einziehen können.

Bis dahin werden nach Angaben des ausführenden Planungsbüros etwa 9.500 Kubikmeter Beton, 500 Tonnen Stahl, 6.500 Quadratmeter Mauerwerk, 460 Fenster, 300 Türen, 50 Kilometer Stromkabel und 36 Kilometer Heizungsleitungen verbaut werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 05. August 2021 | 19:00 Uhr

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