Fall der toten Babys aus Ichtershausen Revision gegen Freispruch für Vater eingelegt

Nach dem Freispruch für den Vater der getöteten Babys von Ichtershausen hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Sie hatte im Prozess eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren wegen Totschlags beantragt, nachdem ihr Vorwurf zu Prozessbeginn noch auf Mord lautete. Das Gericht hatte den Mann am Montag freigesprochen, weil ihn die Frau zwar im Rahmen der polizeilichen Vernehmung, nicht aber vor Gericht belastet hatte. Letzte Zweifel an seiner Schuld hätten sich nicht ausräumen lassen.
Die Mutter der getöteten Kinder wurde zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ob ihre Verteidigerin gegen das Urteil ebenfalls Revision einlegen wird, ist noch nicht entschieden.

Die Leichen der Kinder waren im Januar in einem Waldstück bei Ichtershausen gefunden worden. Die 29-jährige Mutter hatte die Kinder zur Welt gebracht und im Bad abgelegt. Wer die Babys dann in einem Waldstückchen ausgesetzt hat, konnte das Gericht auch nach Befragung von 27 Zeugen und sieben Sachverständigen nicht eindeutig klären.

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