Personaldebatte Keine schnelle Entscheidung zur Absetzung von Erfurter Zoodirektorin Merz

In der Debatte um die Direktorin des Erfurter Zoos wird es keine schnelle Entscheidung geben. Dezernent Matthias Bärwolff hatte die Absetzung von Sabine Merz gefordert. Zunächst soll mit den Mitarbeitern gesprochen werden. Der Stadtrat will sich erst nach der Sommerpause mit dem Thema befassen.

Zoodirektorin Dr. Sabine Merz im Erfurter Zoo.
Zoodirektorin Sabine Merz soll nicht das beste Verhältnis zu ihren Mitarbeitern haben. Bildrechte: MDR/Juliane Maier-Lorenz

In der Debatte um die Erfurter Zoodirektorin Sabine Merz ist keine schnelle Entscheidung zu erwarten. Wie es nach einer Sitzung des Werksausschusses im Erfurter Stadtrat hieß, soll es zunächst Gespräche mit den Zoopark-Mitarbeitern geben. Der Stadtrat werde sich voraussichtlich erst nach dem Sommerpause mit dem Thema beschäftigen.

Anfang der Woche hatte der zuständige Dezernent Matthias Bärwolff (Linke) erklärt, er wolle Zoopark-Direktorin Merz vom Chefposten absetzen. Der Direktorinnenposten solle mit der zweiten Werkleiterin, Katrin Gallion, besetzt werden. Grund sind laut Bärwolff seit Jahren schwelende Konflikte zwischen Merz und den Mitarbeitern. Diese seien nach der innerhalb des Zooparks umstrittenen Abgabe der Giraffen wieder neu aufgeflammt.

Sitzung zur Zoopark-Chefin hinter verschlossenen Türen

Der Werksausschuss Thüringer Zoopark im Erfurter Stadtrat hat sich am Mittwochabend mit den Personalproblemen befasst. Dezernent Bärwolff sagte MDR THÜRINGEN, er habe dargelegt, warum er Zoopark-Chefin Merz vom Chefposten abberufen möchte. Die Personalangelegenheit wurde hinter verschlossenen Türen diskutiert. Bärwolff sagte im Anschluss, er wolle dem Werksausschuss in der nächsten Sitzung vorschlagen, die Satzung des Zoopark-Eigenbetriebs zu ändern, um den Personalwechsel zu ermöglichen. Aus CDU-Kreisen hieß es, die Angelegenheit müsse auch arbeitsrechtlich geprüft werden.

Im Jahr 2017 hatte die Stadt wegen Problemen im Zoopark einen externen Mediator engagiert. Die Kommunikation zwischen Zoopark-Chefin und Mitarbeitern sollte verbessert werden. 30.000 Euro wurden investiert - offenbar ohne Erfolg, wie mehrere Stadträte kritisierten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 24. Juni 2021 | 10:30 Uhr

2 Kommentare

part vor 4 Wochen

Ich bin für die Absetzung von Herrn Bärwolf, denn er vertritt meine Interessen als Linkswähler nicht, sondern macht dort weiter wo der OB und der Verkehrsamtsleiter aufgehört haben und noch schlimmer. Pollerfurt oder Schildafurt hat die Bevölkerung und die Gewerbetreibenden in Erfurt satt ohne Ende. Mit Fehlbesetzungen entwickelt man eine Stadt nicht weiter, bei der in der DDR- Planung im Verkehr Weichen für die Zukunft geschaffen wurden. Was den Zoopark anbetrifft, so kann eine gute Zoologin wohl keine Fachlichkeiten aufweisen, die zu Gunsten der absoluten Wirtschaftlichkeit bestehen. Mit Finanzen und Wirtschaftlichkeit allein aber lassen sich nicht exotische Tiere verwalten.

Harka2 vor 4 Wochen

Wenn immer nur ein paar Schlagzeilen von Politikern mit eigeninteressen gepostet werden, dann gehört diese Nachricht hier nicht her. Entweder alle Probleme werden öffentlich gemacht oder das Endergebnis der internen Beratungen gepostet. Spekulatius und Stimmungsmache braucht niemand. Nichts ist gefährlicher, als fundiertes Halbwissen.

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