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Der Anger in Erfurt ist Einkaufsmeile, Verkehrsknotenpunkt - und Kriminalitätshotspot. Bildrechte: dpa

Diebstahl und KörperverletzungAnger in Erfurt gilt weiterhin als gefährlichster Ort in Thüringen

10. August 2020, 08:07 Uhr

Der Anger in Erfurt ist Einkaufsmeile, Verkehrsknotenpunkt - und Kriminalitätshotspot. Im vergangenen Jahr wurden dort 1.111 Straftaten erfasst. Die meisten Drogendelikte registrierte die Polizei am Hauptbahnhof.

Der Erfurter Anger gilt laut Statistik weiterhin als gefährlichster Ort in Thüringen. Das geht aus Daten der Landespolizeiinspektion Erfurt hervor.

Wie eine Polizei-Sprecherin mitteilte, wurden am Anger im Jahr 2019 doppelt so viele Straftaten erfasst wie in der am zweitstärksten mit Kriminalität belasteten Straße in Erfurt: die Magdeburger Allee. Vor allem bei den Diebstahl- und Körperverletzungsdelikten nehme der Anger eine deutliche Spitzenposition ein.

Insgesamt wurden am Anger im vergangenen Jahr 1.111 Straftaten aufgenommen, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Steffen Dittes hervorgeht. Dies entspricht demnach einem Anteil von 5,37 Prozent aller erfassten Straftaten in Erfurt.

Die meisten Drogendelikte am Hauptbahnhof Erfurt

Die mit Abstand meisten Drogendelikte wurden dagegen am Willy-Brandt-Platz direkt vor dem Erfurter Hauptbahnhof registriert. Delikte im Hauptbahnhof selbst sind in diesen Zahlen berücksichtigt.

Den Angaben nach lagen im vergangenen Jahr alle drei als gefährlich eingestuften Orte in Thüringen in der Landeshauptstadt. Die Einstufung erlaubt es Polizisten, ohne konkreten Anlass oder Verdacht die Personalien von Menschen zu überprüfen. Unter bestimmten Voraussetzungen können zum Beispiel Taschen kontrolliert werden.

Etwa ein Prozent der landesweiten Delikte auf dem Anger

Dem Innenministerium zufolge haben sich 2019 etwa fünf Prozent der von der Polizei in Erfurt registrierten Straftaten auf dem Anger ereignet. Das entspreche etwa einem Prozent der Delikte landesweit. Das Ministerium betont allerdings, dass diese Angaben wegen statistischer Unschärfe bei den entsprechenden Vergleichen nur als "eine Orientierung" zu verstehen seien. 

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm, dpa

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 10. August 2020 | 07:00 Uhr

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