Replikenschau Wegen Corona: Banksy-Ausstellung darf in Erfurt nicht öffnen

Eine halbe Telefonzelle auf dem Boden untergehend - Kunstwerk des Künstlers Banksy
Eigentlich sollte die Ausstellung mit Reproduktionen von Banksys Kunstwerken am 27. Januar in der Zentralheize für die Besucher öffnen. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten

Die geplante Ausstellung von Reproduktionen des Künstlers Banksy in Erfurt wird in der kommenden Woche wohl nicht beginnen können. Die Stadt kann die Schau nach eigenen Angaben wegen der Thüringer Corona-Verordnung nicht genehmigen.

Demnach verbietet Paragraf 29 der Thüringer Verordnung Ausstellungen. Eine Ausnahmegenehmigung sei nicht möglich, so eine Sprecherin. Die Regelung zu Ausstellungen hätten auch in der kommenden Woche mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung am Sonntag Bestand, informierte das Thüringer Gesundheitsministerium.

Kongresse, Ausstellungen und Messen jeder Art sind in Präsenz vor Ort untersagt.

Paragraf 29 Thüringer Corona-Verordnung

Ausstellungsveranstalter bleiben optimistisch

Auch die für Mittwoch geplante Vernissage könne nicht stattfinden. Die Veranstalter wollen sich mit der Absage zunächst nicht abfinden. Es sei ein Hygienekonzept ausgearbeitet worden, die Stadt habe sich zudem leider erst spät mit dieser Information gemeldet, hieß es am Freitagnachmittag. "Wir befinden uns dahingehend in Prüfung", hieß es am Freitagnachmittag im Interview mit der Deutschen-Presse-Agentur.

Kuratorin Virginia Jean
Kuratorin Virginia Jean bleibt für den Start ihrer achten Banksy-Ausstellung optimistisch. Bildrechte: MDR/Antje Kirsten

Kuratorin Virginia Jean zeigte sich optimistisch. "Für uns bedeutet das, wir bauen hier wie gehabt weiter." Man freue sich auf den Tag der Öffnung und sei bereit - wann immer es so weit sei.

Kunstwerke weltbekannt und beliebt

Eigentlich sollten ab Donnerstag rund 150 Reproduktionen von Drucken, Fotos, Skulpturen, Graffitis und Videoinstallationen des weltbekannten Street-Art-Künstlers in der Erfurter Zentralheize zu sehen sein. Die Originale des Künstlers werden bei Auktionen zum Teil für mehrere Millionen Euro versteigert. Bis Anfang Januar war die Ausstellung der Reproduktionen bereits in Dresden zu sehen.

Quelle: dpa,MDR(jw)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Januar 2022 | 15:00 Uhr

2 Kommentare

martin vor 16 Wochen

Ob das alles Pflegekräfte waren? Ich habe da Zweifel.

Die offizielle Begründung dürfte wohl sein, dass die Spaziergänge im Freien stattfinden und die Versammlungsfreiheit ein Grundrecht sei. Dass sich Omikron auch draußen fröhlich weiter verbreitet (vor allen bei Verzicht auf Masken und gemeinsamen "Äußerungen"), muss man ja nicht zur Kenntnis nehmen.

Und ja, der Stellenwert der Kultur ist schon "bemerkenswert".....

Erfurter192 vor 16 Wochen

Na Haupsache die Pflegekräfte konnten heute ohne Einhaltung der Hygienevorschriften frei demonstrieren. Die Kultur ist eben nur noch einen Dreck wert. Bei der Ausstellung hätte man doch den Zugang limitieren können,wo ist das Problem? So macht man alles wissentlich kaputt. Was würden die Verantwortlichen denn machen, wenn die Ausstellung auch einfach aufmachen würde? Bei den ungenehmigten Demos interessiert es doch auch nicht,ob das erlaubt ist oder nicht.

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