Landschaft Bastionskronenpfad in Erfurt lässt weiter auf sich warten

Der Bau des geplanten Bastionskronenpfads auf dem Erfurter Petersberg verzögert sich weiter. Ziel sei es jetzt, den ersten Bauabschnitt bis zum Tag der Deutschen Einheit im Oktober fertigzustellen, hieß es am Mittwochabend im Buga-Ausschuss.

Für den ersten Bauabschnitt werden die letzten Brückenteile erst im August erwartet. Die sogenannte Mauerkronenbrücke soll dann von der südwestlichen Ecke der Bastion Kilian über das Lauentor auf die Bastion Martin führen. Dort schließt sich in Verlängerung der Brücke eine Plattformkonstruktion an. Baustart war bereits im Mai 2020.

Bastionskronenpfad: Eröffnung schon mehrfach verschoben

Ursprünglich sollte der Pfad zur Bundesgartenschau im vergangenen Jahr fertig sein. Später war der Termin auf November 2021 verschoben worden. Material- und Statikprobleme hatten die Arbeiten immer wieder verzögert. Der Bau des zweiten Abschnitts über das geschützte Wäldchen auf dem Petersberg liegt gänzlich auf Eis.

Die Untere Naturschutzbehörde hatte das Projekt abgelehnt. Die Grünen lehnen den Bau ebenfalls ab, da für ihn Dutzende Bäume gefällt werden müssten. Da Naturschützer bereits angekündigt haben, gegen den Bau Klage einzureichen, ist laut Buga-Ausschuss aktuell auch kein Geld im Erfurter Doppelhaushalt 2022/23 dafür vorgesehen.

Erfurt: Neu gepflanztes Wäldchen zerstört

Das zur Bundesgartenschau neu gepflanzte Waldstück auf dem Erfurter Petersberg ist zum Teil zerstört worden. Nach Angaben des Umwelt- und Naturschutzamtes sind etwa 30 Bäume vernichtet worden. Unbekannte Vandalen haben Wuchshüllen entfernt, Bäume ausgerissen, abgeknickt und einen illegalen Rad-Trail mitten in der Pflanzfläche angelegt. Behördenleiter Jörg Lummitsch sagte MDR THÜRINGEN am Donnerstag, der finanzielle Schaden mit etwa 1.000 Euro halte sich zwar in Grenzen, allerdings müsse nun aufwendig nachgepflanzt und die wilden Rad-Rennstrecken beseitigt werden. Das kleine Waldstück im geschützten Landschaftsteil des Petersberges war zur Buga angelegt worden, um den Hang abzustützen und dem Klimawandel mit robusteren Baumarten wie Ahorn und Robinien entgegenzuwirken.

MDR (rbü)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 17. Februar 2022 | 06:30 Uhr

25 Kommentare

astrodon vor 50 Wochen

@Dermbacherin: "Aber meine Frage haben sie mir noch nicht immer nicht beantwortet ..." - dann lesen Sie offenbar meine Postings nicht. Aber ich erkläre es gerne nochmal in Kurzfassung:
Die BUGA 2021 war ein Glücksfall für Erfurt, sowohl in finanzieller, städtebaulicher als auch touristischer Hinsicht.

DermbacherIn vor 50 Wochen

@astrodon
Die Frage ist doch, was von der Herrlichkeit auf dem Erfurter Petersberg auch im Jahr 2023 noch so bleibt und was sich dann überhaupt noch lohnt, hier zu besichtigen oder ob der Erfurter Petersberg wieder wie schon Jahrzehnte zuvor vor sich hin dämmert. Aber meine Frage haben sie mir noch nicht immer nicht beantwortet, aus welchen konkreten Gründen verteidigen Sie die Buga-Gesellschaft und die BUGA 2021 so vehement?

Harka2 vor 50 Wochen

@Ralf G
In wie fern ist die Markierung der historischen Bastion eine Verschandelung? Die Bastionen wären noch heute fest verbunden, hätte man sie nicht am Lauentor mit einer Straße verschandelt!

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