Clara-Zetkin-Straße Bauarbeiten: Wichtige Straße in Erfurt sechs Wochen gesperrt

Der Abwasserkanal unter der Clara-Zetkin-Straße in Erfurt bekommt neue Rohre. Für die Zeit der Bauarbeiten ist die Straße gesperrt. Danach beginnt ein Verkehrsversuch, bei dem die Fahrbahn auf zwei Spuren verengt wird.

Eine Sperrung an der Clara-Zetkin-Straße in Erfurt
Die Clara-Zetkin-Straße in Erfurt soll sechs Wochen gesperrt bleiben. Bildrechte: MDR/Christoph Falkenhahn

In Erfurt ist seit Montag mit der Clara-Zetkin-Straße im Südosten der Stadt eine der wichtigsten Verkehrsadern voll gesperrt. Grund sind nach Stadtangaben Arbeiten am Abwasserkanal. Der stammt aus den 1930er-Jahren und hat Risse. Der sogenannte Schwemmbachkanal verläuft unter der Straße und dient der Regen- und Straßenentwässerung.

Über Montagegruben werden neue glasfaserverstärkte Kunststoffrohre verlegt. Da der Kanal in der Straßenmitte liegt, muss die Straße für die Zeit der Bauarbeiten komplett gesperrt werden. Der Verkehr wird über die Weimarische, Jenaer und Häßlerstraße umgeleitet. Für die Bauarbeiten sind sechs Wochen eingeplant - also bis Anfang September.

Verkehr in Clara-Zetkin-Straße soll dauerhaft beruhigt werden

Danach beginnt ein großflächiger Verkehrsversuch - um zu erfahren, welche Auswirkungen es hat, den Verkehr in dieser Straße dauerhaft zu beruhigen. Erfurt will in einem Modellprojekt die "Clara" von vier auf zwei Spuren zurückbauen und viel Grün und breite Fußwege in die Hauptverkehrsachse bringen.

Der Verkehrsversuch wird über ein halbes Jahr bis mindestens März 2022 laufen. Neben einer Reihe von Verkehrserhebungen und -beobachtungen ist auch vorgesehen, die Erfahrungen der Erfurter zum Verkehrsversuch anzuhören. Dazu will die Stadt noch Formate einer digitalen und analogen Beteiligung entwickeln.

Mehr Grün in der Stadt

Eine Frau und ein Mann im Gespräch. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR FERNSEHEN So 11.07.2021 08:30Uhr 02:16 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/gestalten/gartenelemente/urban-vertical-gardening-stadt-gruen-100.html

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Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26. Juli 2021 | 19:00 Uhr

9 Kommentare

astrodon vor 7 Wochen

part, welch herrlicher Unfug: "Vergrämung des Autofahrers". Autofahrer haben in einer Innenstadt nichts verloren, erst recht nicht in einer so alten und damit engen und verwinkelten wie Erfurt. Daher auch die vielen Einbahnstraßen. Und Poller sind notwendig, um die Schleichwege zu verschließen, denn Schilder o.ä. werden ja nicht beachtet - genau so wenig wie Fußgängerüberwege. Mal sehen, wie lange der Respekt vor Ampeln noch hält.

astrodon vor 7 Wochen

Matrox5, DANKE für diesen Kommentar - besser und prägnanter kann man es nicht ausdrücken! Das es durchaus funktionirt, sieht man ja an der Schillerstraße oder auch an der A.-Hess-Straße, beide mit höherer Verkehrsbelastung und auch nur einspurig ...

Matrox5 vor 7 Wochen

Höchste Zeit, dass hier etwas verändert wird. Diese Straße ist ein Beispiel einer überkommenen, „autogerechten Stadt“ - Planung der 60er/70er-Jahre, die auch in der DDR nicht Halt machte.
Vor den Häusern gab es früher Vorgärten, bis eine 4-spurige Schneise für den Autoverkehr durchgeschlagen wurde. Pkw parken auf den Gehwegen, Fußgänger und Radfahrer müssen sich, mangels Alternativen, daran vorbeiquetschen. Lediglich im Berufsverkehr, gibt es, wie überall, Verdichtungen an den Kreuzungen, ansonsten wird diese Straße tagsüber als 4-spurige Rennstrecke missbraucht. Für Radfahrer und Fußgänger ist es hier lebensgefährlich.
Kritik zu Veränderungen kann nur von Leuten kommen, die nicht hier wohnen und auf ihre eigene Blechschüssel fixiert sind.

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