Erfurt Im gläsernen Aufzug zur Buga auf den Petersberg

Der Petersberg zählt neben dem Egapark und der nördlichen Gera-Aue zu den drei Standorten der Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. Doch bisher galt die Fläche mit der Festung als Sorgenkind. Am Dienstag hat die Stadt konkrete Pläne für den Petersberg vorgestellt. Ein gläserner Aufzug, ein Bastionskronenpfad und ein erneuerter Eingangsbereich sind als Attraktionen zur Buga geplant.

Mit dem Lift auf den Petersberg: Besucher der Bundesgartenschau 2021 in Erfurt sollen in einem frei stehenden, gläsernen Aufzug zu dem Festungsgelände hinaufschweben können. Die Pläne dafür haben Vertreter der Stadt und der Erfurter Buga-Gesellschaft am Dienstag vorgestellt. Die Anlage soll einige Meter vor der Festungsmauer am Rand eines Fußwegs mit mehreren Kehren stehen. Oben verbinden zwei Brücken den Lift mit der Bastion Leonhard. So soll den Besuchern der Aufstieg aus Richtung Domplatz erleichtert werden.

Bastionskronenpfad als Hingucker für den Petersberg

Auf dem Petersberg ist zudem ein 340 Meter langer Bastionskronenpfad vorgesehen. Er durchquert laut den Plänen ein Wäldchen und verbindet verschiedene Bastionen, die zur Festungsanlage gehören. Dabei spannt sich der Pfad auch zweimal über die Lauentor-Straße. Er soll bis zu 13 Meter hoch sein.

Wer nicht den Lift benutzt, kann das Buga-Gelände auf dem Petersberg auch über das Kommandantenhaus betreten: Es soll eine neue Dauerausstellung, einen Shop und direkten Zugang zu den Horchgängen in den Mauern bekommen. Auf dem Petersberg selbst sind Gärten und Ausstellungen geplant, die sich mit der Geschichte des Gartenbaus, aber auch mit der kirchlichen Nutzung und der Militärgeschichte des Ortes beschäftigen. Im Festungsgraben werden demnach die Erfurter Tradition des Gemüseanbaus und der Saatgut-Gewinnung eine Rolle spielen.

Für Teile des Petersbergs muss während der Buga Eintritt bezahlt werden. Ob die Benutzung des Aufzugs auch Geld kosten soll, steht noch nicht fest. Allein für den Lift aus Glas und Stahl rechnen die Planer mit Kosten in Höhe von knapp zwei Millionen Euro. Er soll auch nach der Buga bestehen bleiben. Der Bastionskronenpfad soll etwa 5,8 Millionen Euro teuer werden. Auch für das Petersberg-Entrée im Kommendantenhaus mit der neuen Ausstellung sind rund 5,8 Millionen Euro eingeplant.

Mit dem Bau will die Stadt Erfurt im Sommer 2019 beginnen. Um den straffen Zeitplan bis zur Buga-Eröffnung 2021 einzuhalten, sollen die Fördermittel-Anträge bereits Ende Oktober eingereicht werden. Die Stadt rechnet damit, dass die Gesamtsumme für die Projekte bei rund 20 Millionen Euro liegt. Dabei ist auch die Neugestaltung des Plateaus eingerechnet. Die Vorhaben sollen zu 90 Prozent gefördert werden - unter anderem durch das Land und die Europäische Union.

Der Aufsichtsrat der Bundesgartenschau Erfurt 2021 gGmbH hat die Pläne bereits diskutiert und zum Teil bestätigt. Am Dienstag befasste sich außerdem der Buga-Ausschuss des Erfurter Stadtrats mit den Vorhaben. Die Mitglieder gaben am Abend grünes Licht für die nötigen Investitionen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. Oktober 2018 | 19:00 Uhr

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