Bundesgartenschau 2021 Hasen fressen Kohlrabi auf Erfurter Buga-Gelände kahl

Im Festungsgraben auf dem Erfurter Petersberg sind zur Buga alte Gemüsesorten, Kräuter und Blumen angepflanzt worden. Allerdings haben dort auch sieben Hasen ihr Biotop. Diese haben nun mehr als 150 Pflanzen abgefressen.

Ein Kind rutscht eine Rutsche auf dem Erfurter Petersberg hinunter.
Rund um die Rutschen ist Gemüse gepflanzt. Bildrechte: SWE Stadtwerke Erfurt GmbH

Im Festungsgraben auf dem Erfurter Buga-Gelände am Petersberg haben sieben Feldhasen den gesamten Kohlrabi abgefressen. Betroffen seien mehrere Reihen mit insgesamt 150 Pflanzen, sagte Ausstellungschefin Beate Walther MDR THÜRINGEN.

Andere Kohlsorten in Gefahr

Auf die Hasen würde nun aber keine Jagd gemacht werden, auch nicht mit Falken. Sie hätten ihr Biotop im Festungsgraben und gehörten zur Natur. Stattdessen werden nun Hornspäne ausgebracht. Der Geruch soll die Hasen abschrecken.

Im Festungsgraben sind zur Bundesgartenschau in traditionellem Anbau alte Gemüsesorten, Kräuter und Blumen angepflanzt worden. Da als nächstes Blumenkohl und Grünkohl sprießen, überlegen die Buga-Gärtner, ob der Kohlrabi als Ablenkungsmanöver für die Hasen taugt. Sonst könnte es passieren, dass die Tiere auch über die anderen Kohlsorten herfallen.

Europäischer Feldhase
Ob sich die Hasen auch über das andere Gemüse hermachen? (Symbolbild) Bildrechte: imago images/blickwinkel

Rutschen zu schnell

Aber nicht nur die Hasen sorgten für Probleme in den Eröffnungstagen. Auch die Rutschen auf dem Petersberg - eine der Attraktionen dort - konnten nicht von Anfang an genutzt werden. Sie waren am Samstag noch einmal blank poliert worden - nur mit dem falschen Mittel.

Das hat sie zu schnell gemacht und so wurden sie aus Sicherheitsgründen zunächst gesperrt. Ab Samstagmittag waren sie wieder frei und große und kleine Besucher konnten einmal durch die Frühlingsbeete rutschen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 26. April 2021 | 16:30 Uhr

15 Kommentare

Tpass vor 30 Wochen

Dann profitieren doch endlich mal die richtigen vom diesem Wahnsinn. Hoffentlich werden sie nicht gleich erschossen. Es gibt doch noch positive Nachrichten.

W.Merseburger vor 30 Wochen

Bei diesem Bericht denke ich sofort an den Bundeskanzler Helmut Kohl. Der konnte die Hasen nicht leiden.Der Grund war einfach: Hasen fressen "Kohl". Ansonsten wünsche ich der Buga in Erfurt großen Erfolg.


xxy21 vor 30 Wochen

Falls es wirklich Feldhasen waren, dann wäre das ein Grund, dringend über den Lebensraumverlust dieser bedrohten Tierart nachzudenken. Stichwort: Messegelände, versiegelte Parkplätze, neuer Buga-Parkplatz, neue Eigenheimgebiete in Schmiera. Früher lebten dort überall Feldhasen. Heute haben sie keinen Platz mehr und vor allem kein Futter mehr.
In Städten leben aber allgemein eher Wildkaninchen.

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