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Experten-EinschätzungBuga in Erfurt hat keinen Langzeiteffekt auf den Tourismus in Thüringen

von MDR THÜRINGEN

Stand: 26. Dezember 2021, 10:21 Uhr

Die Bundesgartenschau in Erfurt hat nach Einschätzung von Tourismusexperten kaum langfristig Effekte für Thüringen. Sowohl die Thüringer Tourismusgesellschaft als auch die Erfurter Touriusmus GmbH verweisen auf Erfahrungen anderer Gartenschauen. Zu erwarten sei eher ein Rückgang der Besucherzahlen im kommenden Jahr.

Die Buga in Erfurt zog in diesem Jahr viele Touristen in die Thüringer Landeshauptstadt. Experten rechnen im kommenden Jahr aber mit einem Rückgang der Besucherzahlen. (Archiv) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gerade das Jahr nach einer Bundesgartenschau sei touristisch eher schwach, schätzt Erfurts Tourismuschefin Carmen Hildebrand. Das sei leicht zu erklären: Die Buga als großes Event habe auch viele Busreisegäste angezogen - und die waren, so Hildebrandt, nun eben alle schon da.

Gartenfestival könnte neue Touristen locken

Im Buga-Jahr waren Hotels und Pensionen in Erfurt und der Region zeitweise bis aufs letzte Bett ausgebucht. Das sei 2022 nicht zu erwarten. Thüringen will aber das Thema Parks und Gärten weiterhin vermarkten. Da gebe es noch Potential, sagte der Geschäftsführer der Thüringer Tourismus Gesellschaft, Franz Hofmann, MDR THÜRINGEN. So würden auch die Buga-Außenstandorte auf der Tourismusplattform des Freistaates beworben.

Auch dem Vorschlag, ein deutsches Gartenfestival in Erfurt zu etablieren, kann der Tourismuschef viel abgewinnen. Ein solches Festival könne die große Samen- und Gartenbautradition Erfurts weitererzählen, so Hofmann. Der Chef des Erfurter Gartenbauamtes, Sascha Döll, hatte dem Stadtrat und Buga-Ausschuss im Sommer die Idee präsentiert. Das Festival könnte 2023 zum ersten Mal auf dem Gartenschau-Gelände Petersberg stattfinden.

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Quelle: MDR(fno)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. Dezember 2021 | 09:00 Uhr

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