Bundeswehr Neuer Kommandeur im IT-Bataillon 383 in Erfurt

Porträt Autor Dirk Reinhardt
Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Das Informationstechnik-Bataillon 383 der Bundeswehr in Erfurt hat einen neuen Kommandeur. Bei einem feierlichen Appell in der Henne-Kaserne übernahm Oberstleutnant Thomas Czada das Kommando über die rund 750 Mann starke Einheit von seinem Vorgänger, Oberstleutnant Jörg Meier. Czada war zuletzt im Verteidigungsministerium tätig.

Oberstleutnant Jörg Meier, Brigadegeneral Dietmar Mosmann, Oberstleutnant Thomas Czada.
Übergab das Kommando vom bisherigen Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Jörg Meier (li.), an den neuen Kommandeur, Oberstleutnant Thomas Czada (re.): General Dietmar Mosmann, Chef der IT-Truppen der Bundeswehr (Mi.) Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Sein Vorgänger Meier hatte das Bataillon seit März 2019 geführt. In seiner Abschiedsriede verwies der Offizier auf zahlreiche Übungen und Einsätze, die das Bataillon in den vergangenen drei Jahren absolviert habe. Dazu habe unter anderem die Mission "Resolute Support" in Afghanistan und die Nato-Eingreiftruppe VJTF im Jahr 2020 gehört. Außerdem hätten Angehörige des Bataillons in den vergangenen zwei Jahren in Impfstellen und anderen Einrichtungen einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geleistet, sagte Meier. "Es war mir eine Ehre, Sie führen zu dürfen", sagte Meier zum Abschied. Er wechselt nun ins Kommando Heer nach Strausberg.

IT-Soldaten sind mit die ersten und die letzten vor Ort im Einsatz.

Brigadegeneral Dietmar Mosmann

Der Kommandeur der Informationstrechniktruppen (IT) der Bundeswehr, Brigadegeneral Dietmar Mosmann, sagte in seiner Rede, der bisherige Bataillonskommandeur Meier habe sich durch "Tatkraft, Belastbarkeit und Ruhe ausgezeichnet". Das Erfurter Bataillon habe unter seiner Führung in den vergangenen drei Jahren bei sechs Auslandseinsätzen Dienst auf drei Kontinenten geleistet. Dabei seien die Soldaten und Soldatinnen auf insgesamt mehr als 14.000 Einsatztage gekommen. Die IT-Truppen seien bei Einsätzen "mit die ersten vor Ort" und sorgten dafür, dass andere Truppenteile ihre Aufgaben erfüllen könnten. Und sie seien in der Regel auch mit die letzten, die ein Einsatzgebiet verließen - beispielsweise beim Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan im vergangenen Jahr.

"Nato-Verbündete brauchen unsere Solidarität"

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sagte Mosmann, es zeichne sich eine neue Konfliktlinie in Europa ab, die der des Kalten Krieges ähnele. Für Deutschland und die Bundeswehr sei es "nun an der Zeit, unseren Nato-Partnern im Osten Solidarität und Unterstützung zuteilwerden zu lassen - und das werden wir tun".

Das IT-Bataillon 383 angetreten auf dem Appellplatz in der Henne-Kaserne in Erfurt.
Stellt Kommunikation in der Truppe sicher: IT-Bataillon 383 Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Das Informationstechnik-Bataillon 383 in Erfurt gehört zum Kommando Informationstechnik der Bundeswehr. Seine Aufgabe ist die Sicherung der Kommunikation innerhalb der Truppe im Einsatz - beispielsweise mit Richtfunk, Satellitenkommunikation und Internet-Servern. Insgesamt gehörten sechs solcher Bataillone zum Kommando Informationstechnik. Dieses betreibt außerdem das Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr.

MDR (dr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. März 2022 | 12:00 Uhr

4 Kommentare

mvie vor 26 Wochen

"Jedes Land hat eine Armee zu tragen, wenn nicht die eigene, dann eine Fremde".

Warum fallen Menschen, im Schwerpunkt aus dem linken Spektrum, darauf herein ohne eigene Streitkräfte zu sein, wäre eine erstrebenswerte Situation?
Warum heißt es immer nur Militär oder Infrastruktur und Bildung?

Schauen wir uns doch einmal an wo die Umverteilungssysteme mehr zuschlagen, ohne Gegenwert für die Gesellschaft:

Hartz 4 ohne jedwede Leistungspflicht.
Grundsicherung ohne durchgesetzte Sprachqualifikation.
Langzeitstudenten ohne Abschlussperspektive.

part vor 26 Wochen

Wenn ich diesen Uniformierten sehe, dann sehe ich immer die maroden Kindergärten und Schulen, die Schlaglöcher in den Straßen, die maroden Autobahnbrücken und vieles mehr, wo Ausländer sich schon lustig machen über dieses Land wegen des Nichtausbaus von Infrastruktur. Zukünftig wird es noch schlimmer werden, wenn Geld unendlich aus Anleihen geschöpft wird wegen einer Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit...

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 26 Wochen

…und die Zugehörigkeit zur NATO und die Bündnisverpflichtungen nicht vergessen !

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