Kultur Erfurt: Hunderte demonstrieren für Tanz- und Nachtkultur

Menschen auf einer Demo, die tanzen
Rund 600 Menschen zogen am Pfingstsonntag durch die Erfurter Innenstadt, um für Tanz- und Nachtkultur zu demonstrieren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rund 600 Menschen haben am Pfingstsonntag in Erfurt für mehr Freiräume und Finanzhilfen für Tanz- und Nachtkultur in Thüringen demonstriert. Sieben Wagen mit Techno-, House- und Rap-Musik zogen durch die Innenstadt.

Menschen auf einer Demo, die tanzen
Die Demonstrierenden in Erfurt tanzten zu Techno-, House- und Rap-Musik. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Frau tanzt auf der Straße 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

Rund 600 Menschen haben am Pfingstsonntag in Erfurt für mehr Freiräume und Finanzhilfen für Tanz- und Nachtkultur demonstriert.

Mo 29.05.2023 13:00Uhr 00:43 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/video-nachtkultur-demo-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Ein Sprecher der "Freien Kulturkarawane" sagte MDR THÜRINGEN, dass in Erfurt, aber auch in ganz Thüringen zu wenig für die Tanz- und Nachtkultur getan werde. Räume und Zeiten würden stark reglementiert, es sei kaum möglich, diese Art von Kultur zu leben und Musik zu spielen.

Menschen auf einer Demo, die tanzen
Die Demonstrierenden forderten mehr Geld und Räume für ihre Subkultur. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In den Haushalten von Kommunen und Land müssten Fördergelder für die Tanz- und Nachtkultur bereitgestellt werden. Nach Angaben der Freien Kulturkarawane geht es bei der Tanz- und Nachtkultur nicht um das Feiern von Partys, sondern um eine Subkultur, bei der sich junge Leute entfalten könnten.

Mehr zum Konflikt zwischen Anwohnern und Nachtkultur in Thüringen

MDR (caf)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 28. Mai 2023 | 16:30 Uhr

15 Kommentare

schwester65 vor 17 Wochen

Ich fand es immer sehr wichtig, jungen Menschen die Möglichkeiten einzuräumen, sich zu treffen, Musik zu hören, zu tanzen und Spaß an der Jugend zu haben. Wie Matthi kenne ich diese Zeiten aus den 80er Jahren, aber das war wie ich denke nicht nur eine Frage öffentlicher Gelder, sondern auch eine Frage des eigenen Beitrags bzw Verhaltens. In meinem Wohnort hat z.B. die Gemeindeverwaltung vor einigen Jahren ein Gebäude als Jugendclub zur Verfügung gestellt. Rücksichtslosigkeit und Vandalismus führten dazu, daß dieses Projekt sehr schnell wieder aufgegeben wurde.
Dafür ist jeder Euro anderweitig besser ausgegeben, zumal durch die Anzahl der aktuellen Krisen ohnehin schon die Haushaltskassen arg belastet sind. Was mir seitens der jungen Leute an dieser Stelle fehlt ist, daß nicht nur gefordert, sondern auch geboten wird. Zumindest habe ich in dem Artikel nicht gelesen, wie z.B. Malerarbeiten oder Aufräum- und Reinigungsarbeiten nach Veranstaltungen organisiert werden sollen.


Sozialberuflerin vor 17 Wochen

Ich weiß nicht, wo ich mich "politisch unzufrieden ausgelassen" habe, aber ich versuche es trotzdem mal zu erklären...

Ich war da!!
Ich fand diese Demo eine tolle Sache
Und ich fand sie besser, als sich an Straßen zu kleben!

Erichs Rache vor 17 Wochen

"Rund 600 Menschen haben am Pfingstsonntag in Erfurt für mehr Freiräume und Finanzhilfen für Tanz- und Nachtkultur in Thüringen demonstriert."

Coole Sache.
Jetzt fehlen nur noch Freibier und Eintrittskarten für alle.

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