Corona-Pandemie 700 Menschen demonstrieren in Erfurt gegen Impfpflicht im Gesundheitswesen

Auf dem Domplatz in Erfurt haben am Sonntag laut Polizeiangaben bis zu 700 Menschen gegen die Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen demonstriert. Zu der angemeldeten "Großkundgebung für eine freie Impfentscheidung" hatte die Kleinstpartei "Bürger für Thüringen" aufgerufen.

Teilnehmer einer Demo ohne Masken auf dem Domplatz, im Vordergrund ein Polizist mit Maske.
Viele der Menschen, die in Erfurt gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht demonstrierten, trugen - anders als die Polizisten - keine Masken. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Versammlung war am Bundesarbeitsgericht angemeldet worden, was die Stadt aber untersagte. Bei der Kundgebung in einem abgesperrten Bereich auf dem Domplatz galt Maskenpflicht. Zahlreiche Teilnehmer trugen keine Maske und blieben außerhalb des vorgesehenen Bereichs stehen. Nach der Kundgebung zogen laut Polizei etwa 100 Personen unangemeldet vom Domplatz zum Anger, dort löste sich der Zug auf.

Ab 16. März gilt die Impfpflicht bundesweit für Angestellte im medizinischen Bereich und in der Pflege. In Thüringen hat die Landesregierung den Beschäftigten eine Übergangszeit ohne Sanktionen eingeräumt.

Die meisten Beschäftigten der Krankenhäuser in Thüringen sind gegen das Coronavirus geimpft. Das teilten mehrere Häuser MDR THÜRINGEN mit. Die Impfquoten liegen demnach bei 80 bis über 90 Prozent.

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MDR (mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 13. März 2022 | 19:00 Uhr

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