Erfurt Fahrraddemo für Bürgerbegehren "Radentscheid"

In Erfurt haben am Samstagnachmittag rund 300 Menschen an einer Rad-Demo teilgenommen. Laut der Initiative Radentscheid wollten sie noch einmal ihre Forderungen nach einer radfreundlicheren Stadt auf die Straße bringen.

Radfahrer auf dem Dopmplatz in Erfurt
Trotz Regen und leichtem Gewitter radelten etwa 300 Teilnehmer bis zum Domplatz. Bildrechte: Antje Kirsten/MDR THÜRINGEN

Erfurt brauche endlich die seit Jahren angekündigte Verkehrswende, sagte Radentscheid-Mitinitiator Thomas Engel MDR THÜRINGEN. Dafür seien verbindliche finanzielle Zusagen nötig. Aktuell habe sich der Stadtrat zwar zu den Zielen des Radentscheids bekannt, aber Geld nur unter Vorbehalt in den Haushaltsentwurf eingestellt.

Stadtrat entscheidet am Mittwoch über "Radentscheid"

Der Radentscheid fordert mindestens 6,4 Millionen Euro in den nächsten sechs Jahren für ein durchgängiges Radwegenetz, neue Radwege und mindestens 600 neue Radabstell-Plätze pro Jahr. Am kommenden Mittwoch will der Stadtrat abschließend über die Ziele das Radentscheids abstimmen. Für das Bürgerbegehren waren 12.700 Unterschriften gesammelt worden. Die Initiative Radentscheid kündigte im Fall eines negativen Votums im Stadtrat an, einen Bürgerentscheid anzustreben.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit des Tages | 05. Juni 2021 | 18:00 Uhr

7 Kommentare

ule vor 6 Wochen

Nur zur Erinnerung:
Autofahrende sind genauso Verkehrsteilnehmer, wie Fahradfahrer auch. Sie haben somit die gleichen Pflichten wie die Radfahrer.

Was aber bei der hiesigen Diskussion wohl ganz aus den Augen verloren wurde, ist die Tatsache, dass die Innenstadt (Kerngebiet) der örtlichen Versorgung vorbehalten ist.
Dass es Menschen gibt, die ausschließlich nur im Kerngebiet einer Stadt wohnen wollen, das muß man wohl akzeptieren - vorausgesetzt diese Leute akzeptieren auch, dass jedermann einen Anspruch auf die Nutzung der Innenstadt hat.
Das Kerngebiet einer Stadt ist somit baurechtlich als Mischgebiet (gemeindlicher Versorgungsbereich) eingestuft worden und nicht als Naturpark für bevorzugte Habitate und Fauna.

Um sein Ego zu befriedigen, muß man nicht die Welt retten.
Wer Naherholung anstrebt und die Natur liebt, muß somit guten Fußes, oder mit seinem Gefährt die Stadt verlassen. Dort findet der Grüne und Naturliebhaber das was er sucht . . . die Luft zum durchatmen

Quantix vor 6 Wochen

Können Radfahrer und Autofahrer nicht erstmal gemeinsam für sanierte und verkehrssichere Straßen kämpfen? Siehe die August-Röbling-Straße. Hat nicht mal einen Gehweg. Wegen der an sibirische Verhältnisse erinnernden Schäden jetzt auf 30 km/h reduziert.

Bevor wir jetzt Millionen in die Optimierung der gut sanierten Altstadtstraßen stecken, wäre aus meiner Sicht die Reparatur der Schrottpisten in den umliegenden Ortsteilen deutlich sinnvoller. Darauf lässt es sich dann auch besser radfahren.

Jan vor 6 Wochen

Ich finde, in den Städte sollten mehr und mehr denjenigen Platz eingeräumt werden, die in der Stadt leben und die Luft nicht verpesten. Dazu muss das Netz der Öffis besser ausgebaut und gute Radwege geschaffen werden.

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