Energiepreise Erfurter Stadtwerke verdoppeln Gaspreise ab September

Ab dem ersten September werden sich die Gaspreise für einige Tarife der Erfurter Stadtwerke nahezu verdoppeln. Auch die Strompreise sollen ab Oktober angepasst werden. Erfurts Oberbürgermeister fordert ein Gegensteuern der Landes- und Bundesregierung.

Gaszähler
Die Preise erhöhen sich ab September auf rund zehn Cent pro Kilowattstunde. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Stadtwerke Erfurt erhöhen ab September ihre Preise für Gas. Wie Karel Schweng, Geschäftsführer der SWE Energie GmbH am Freitag mitteilte, werden sich die Preise für einige Tarife ab dem ersten September nahezu verdoppeln. Pro Kilowattstunde erhöht sich der Preis um 5,3 Cent auf rund zehn Cent. Bisher lag der Preis für einen Verbrauch bis unter 20.000 kWh bei knapp sechs Cent, über 20.000 kwh waren es 5,5 Cent. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden seien davon betroffen und werden zu Beginn der nächsten Woche schriftlich informiert.

Darüber hinaus kündigten die Stadtwerke an, auch die Strompreise anzupassen. In welchem Maß die Preise steigen, werden derzeit noch kalkuliert. Die neuen Preise werden voraussichtlich zum 1. Oktober gelten. Betroffen sind sowohl Privat- als auch Geschäftskunden, so Schweng.

Karel Schweng, Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt
Karel Schweng, Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt. Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

Erfurts Oberbürgermeister fordert Gegensteuern

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) forderte angesichts der rasant steigenden Energiepreise ein schnelles Gegensteuern von der Landes- und Bundespolitik. Darin stecke so viel sozialer Brennstoff, dem dringend mit Entlastungspaketen entgegengesteuert werden müsse, sagte Bausewein MDR THÜRINGEN. In der Corona-Krise und bei der Bankenrettung habe die Bundesregierung Milliarden ausgegeben, um die Folgen abzumildern, das müsse jetzt auch dringend und zwar gezielt in der Energiekrise passieren.

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MDR (anh,jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. Juli 2022 | 18:30 Uhr

81 Kommentare

Wessi vor 27 Wochen

welche "Energiewende" ist gescheitert? @ Britta.Weber?Die die noch nicht einmal ansatzweise begonnen hat?Wir brauchen à la longue überhaupt KEINE fossilen Energien mehr.Und Atomenergie wird man mit diesem Volk nicht machen können, BEVOR NICHT 100%-sichere Endlager entstanden sind...so es das überhaupt gibt.Im Westen, da wo die meisten leben, gibt es Gegenden wo bis zu 30% grün wählt, mit zunehmender Tendenz,auch auf dem Land (BW).Wir haben, noch einmal (können Sie lesen,ich sagte es schon einmal) keine "Energiekrise", wir haben, allenfalls, so Putin wieder Mal lügt, allenfalls eine "Gaskrise"!DAS IST HIER AUCH THEMA!Vor allem sollten wir EU-BürgerInnen uns unabhängig von Despoten machen.Also vor allem Windräder,Solarenergie.Und wir sollten endlich mit einer Wende beginnen!Sie können Ihre Phrasen so oft schreiben,wies beliebt,wahrer wirds dadurch nicht.

Britta.Weber vor 27 Wochen

@martin, wir brauchen eine Energiewende, aber eine zu einer sicheren bezahlbaren Energieversorgung: Diese kann nur durch einen Energiemix entstehen, aus Atomenergie, fossilen Energien (Gas, evt., Kohle) und erneuerbaren Energien. Die jetzige Energiekrise zeigt deutlich, die derzeitige "Energiewende" ist gescheitert.

Bria21 vor 27 Wochen

Da hier offenbar einige Kommentare falsch verstanden wurden, möchte ich nochmal klarstellen, dass lt.meiner Meinung, die MEISTEN Leute, die Preiserhöhungen NICHT so einfach wegstecken können, im Gegensatz zu Picolos Aussage IHR ALLE habt zu viel Geld.
Ich fürchte in Zukunft wird der normale Durchschnittsbürger auf mehr als nur Urlaubsreisen verzichten müssen.

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