Einkaufspassage Mauerstreit von Erfurt-Nord geht vor Gericht

Der Mauerstreit von Erfurt geht vor Gericht. Für Mitte Juni ist ein Termin geplant, bei dem über die zugemauerte Zufahrt zur Vilnius-Einkaufspassage verhandelt werden soll. Trotz einstweiliger richterlicher Verfügung hat der Leinefelder Unternehmer Hubert Werner die Mauer bislang nicht zurückgebaut.

Massive Blöcke versperren nicht nur Anwohnern in der Mainzer Straße Erfurt eine Durchfahrt.
Der Leinefelder Unternehmer will nicht mit sich reden lassen und die massiven Klötze nicht entfernen. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Michael Hesse

Er streitet seit Jahren mit dem Eigentümer der Vilnius-Passage über das Wegerecht. Der Bauunternehmer besitzt die Freifläche hinter der Vilnius Passage und hat dort eine 1,60 Meter hohe und 20 Meter lange Mauer aus massiven Betonklötzen errichtet. Seit dem kann angefallener Müll der Einkaufspassage nicht mehr abgeholt werden. Auch Lieferungen sind nicht mehr möglich.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. Juni 2022 | 13:30 Uhr

5 Kommentare

Ovuvuevuevue Enyetuenwuevue Ugbemugbem Osas vor 3 Wochen

Der Genosse aus Leinefelde hat das Grundstück gekauft, während die Stadt Erfurt versäumt hat, sich das Durchfahrtsrecht vertraglich zusichern zu lassen. An Stelle des Eigentümers würde ich der Stadt anbieten, für das Durchfahrtsrecht jährlich 36.000 Euro auf den Tisch zu legen und die Bausteine wegzuräumen oder das Grundstück für das Dreifache des Kaufpreises zurück zu erwerben. Dann kann sie damit machen, was sie will. Damit hätte er genügend Entgegenkommen gezeigt und auch eine angemessene Kompensation für die Fehler der strunzdummen Verwaltungshengste der Stadt Erfurt gezeigt. Ansonsten bleibt die Mauer und basta. Problem? Problem gelöst!

Harka2 vor 3 Wochen

@Maennlein...
Herr Raab hatte damals selber genug Ärger mit der GEMA und Miss Knallerbsenstrauch ...

@all
Die Nummer dürfte noch einigen Rechtsanwälten den Jahresabschlussbericht verbessern, denn tatsächlich existiert der Zugang nicht lange genug, um da auf ein Gewohnheits- bzw. Wegerecht zu pochen. Hier hat die Stadt einfach nur Mist gebaut, wobei der derzeitige Eigentümer des Grundstücks auch nicht gerade als kompromissbereit gilt.

MDR-Team vor 3 Wochen

Im verlinkten Artikel https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/nord-vilniuspassage-mauer-100.html wird Ortsteilbürgermeister Wilfried Kulich zitiert, wonach die Stadt Erfurt vor Jahren beim Verkauf des Grundstückes versäumt habe, auf die Straße eine vertraglich geregelte Baulast fortzuschreiben, um die Durchfahrt zu gewähren.

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