Umzug nach Hodenhagen Giraffe Mayla aus Erfurt darf Außengehege im Serengeti-Park erkunden

Die in Erfurt geborene Giraffe Mayla hat ihr neues Leben im Außengehege des Serengeti-Parks Hodenhagen begonnen. Anders als in Thüringen lebt sie dort mit Gnus, Antilopen und großen Vögeln zusammen. Mit den beiden anderen Giraffen Zoe und Kimani vertrage sie sich sehr gut, teilte der Serengeti-Park in Niedersachsen am Dienstag mit. Nach einer Zeit der Eingewöhnung lerne Mayla nun auch Weißschwanzgnus, Pferdeantilopen, Spießböcke, Kronenkraniche, Weißstörche, Strauße und Perlhühner kennen. Auch die Zoogäste könnten die Giraffe nun in voller Größe bewundern.

Giraffe steht auf Grasfläche im Serenegeti-Park Hodenhagen
Neuland für Giraffe Mayla: Im Serengeti-Park lebt sie auf dem weitläufigen Freigelände mit anderen Tierarten zusammen. Bildrechte: MDR/Serengeti-Park Hodenhagen

Nach Angaben des Serengeti-Parks muss sich Mayla auch an den neuen Untergrund gewöhnen: Gras. Der Zoo sorgte daher dafür, dass die Giraffe die Freifläche an einem trockenen Tag erstmals betrat. Dennoch hätten Maylas erste Schritte nicht sehr stabil ausgesehen. Da es in Hodenhagen zudem statt Zäunen nur Wassergräben und Pflanzen als Begrenzung gibt, habe das Zoo-Team ihren ersten Ausflug genau überwacht.

Die ersten Schritte auf dem Rasen waren sehr ungewohnt für sie und sahen auch zunächst nicht sehr stabil aus. Aber schon nach wenigen Metern Sprint kam sie neben Zoe zum Stehen.

Asta Knoth, Pressesprecherin des Serengeti-Parks Hodenhagen

Der Zoopark in Erfurt hatte sich aus Gründen des Tierschutzes im Juni von seinen beiden Giraffen getrennt: Das Gehege sei zu klein und für den Winter ungeeignet, die Tiere hätten zunehmend auffälliges Verhalten gezeigt. Während Mayla nach Hodenhagen zog, wurde ihre Mutter, Giraffenkuh Dhakija, in den niederländischen Zooparc Overloon gebracht.

Giraffe Mayla im Serengeti-Park Hodenhagen
Mayla ist in einen Zoo mit größerem Gehege im niedersächsischen Hodenhagen umgezogen. Bildrechte: MDR/Serengeti-Park Hodenhagen

Ende Mai kündigte der Zoopark in Erfurt an, eine neue Anlage für die Giraffen bauen zu wollen. Die Baukosten werden auf bis zu vier Millionen Euro geschätzt. Die Finanzierung ist jedoch unklar. In Erfurt wurden seit den 1960er-Jahren Giraffen gehalten. Tierschützer hatten die Haltung mehrfach kritisiert.

Giraffen im Erfurter Zoopark 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Do 20.05.2021 19:00Uhr 01:51 min

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Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

2 Kommentare

FMH vor 6 Wochen

Vielleicht sollte man die Konzepte der Zoos generell infrage stellen. Das Bestreben alle exotischen Tierarten zu zeigen kann keine artgerechte Haltung erreichen. Man gibt sich zwar Mühe, den Tieren vernünftige Lebensgrundlagen zu bieten, was aber immer nur Stückwerk bleiben kann. Zumindest bei großen Rassen. Eine Spezialisierung der Zoos auf bestimmte Rassen, könnte da Abhilfe schaffen.

Harka2 vor 6 Wochen

Ich will unser Einhorn zurück!

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