Bundestagswahl Hennig-Wellsow Direktkandidatin für den Wahlkreis Erfurt-Weimar-Weimarer Land

Die frühere Linken-Fraktionsvorsitzende und Thüringer Landesvorsitzende ist am Samstag bei der Wahlversammlung in Erfurt mit 93,33 Prozent der Stimmen gewählt worden.

Susanne Hennig-Wellsow, neue Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, spricht vor ihrer Wahl beim Online-Bundesparteitag der Linken.
Susanne Hennig-Wellsow, neue Bundesvorsitzende der Partei beim Online-Bundesparteitag der Linken. Bildrechte: dpa

Die Linken-Bundesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow tritt als Direktkandidatin für den Wahlkreis Erfurt-Weimar-Weimarer Land bei der Bundestagswahl an. Die 43-Jährige erhielt 28 von 30 Stimmen (1 Enthaltung, 1 Nein). Sie war die einzige Bewerberin der Linken für den Wahlkreis 193. Hennig-Wellsow sagte, sie trete an um den Wahlkreis direkt zu gewinnen, das sei realistisch. Die Wahl müsse eine Richtungswahl werden. Sie wolle im Bundestag eine starke Stimme des Ostens sein. Gerade die Corona-Zeit zeige, dass die Linke gebraucht werde, um Politik sozialer zu machen, den Menschen Halt zu geben und Reichtum umzuverteilen.

Ich will diesen Wahlkreis gewinnen und wir wollen als Partei in ganz Deutschland ein Zeichen setzen, dass es mit dem 'Weiter so' der CDU/CSU eben nicht getan ist.

Susanne Hennig-Wellsow

Eine Landesliste für die Bundestagswahl will die Thüringer Linke voraussichtlich am 5. Juni aufstellen. Nach derzeitigen Plänen soll Hennig-Wellsow Spitzenkandidatin werden. Die 43-Jährige war zwischen 2013 und 2021 Landesvorsitzende der Thüringer Linken und seit 2014 auch Fraktionsvorsitzende. Beide Posten gab sie in diesem Jahr ab und wurde zur Bundesvorsitzenden gewählt.

Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow
Bundesvorsitzende der Linken: Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow. Bildrechte: dpa

Auf Bundesebene strebt Hennig-Wellsow an, die Linke ebenfalls in eine Regierung zu führen. Allerdings liegen die politischen Standpunkte unter anderem in der Außenpolitik zwischen der Linken einerseits und den Grünen und der SPD andererseits teils weit auseinander.

Für ihre teils unbedarften Aussagen zu Finanz- und Außenpolitik in einem Interview war sie heftig kritisiert worden.

Quelle: MDR/ifl

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 17. April 2021 | 12:00 Uhr

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