Gera-Flutgraben Hochwasserschutz: Rodungen für Erfurter Papierwehr-Umbau

Erfurt soll noch besser vor Hochwasser geschützt werden. Ab März wird deshalb unter anderem das Papierwehr des Gera-Flutgrabens umgebaut. Seit Montag werden dafür die ersten Büsche und Sträucher gerodet.

Am Papierwehr des Gera-Flutgrabens in Erfurt werden seit Montag Bäume und Sträucher gerodet. Damit beginnen die Vorarbeiten für den Neubau des Flusswehres und die Sanierung des Dreienbrunnenbades. Laut Thüringer Landesamt für Umwelt und Naturschutz sollen die Bauarbeiten am Papierwehr im März beginnen und etwa zwei Jahre dauern.

Sperrung für Fuß- und Radverkehr

Rund zwölf Millionen Euro sind für die Baumaßnahmen veranschlagt. Dabei soll das Wehr um anderthalb Meter tiefer gelegt, die Wehranlage neu errichtet und die Gera auf 600 Metern Länge neu eingebettet werden. Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer steht während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung.

Dutzende Gärten weggebaggert

Der Umbau soll die Brühlervorstadt, Hochheim und Löbervorstadt noch besser vor Hochwasser schützen. Dazu waren in der vorgelagerten Gartenanlage "Am Bachstelzenweg" in den vergangenen Jahren bereits Dutzende Gärten weggebaggert worden, um der Gera mehr Platz zu bieten und Überschwemmungsfläche zu gewinnen.

Mit dem Bau des Papierwehres beginnt nach Stadtangaben auch die Sanierung des Dreienbrunnenbades. Neben der Technik und den Gebäuden wird auch das Schwimmbecken erneuert. Das "Dreier" soll im Sommer kommenden Jahres wieder öffnen. Das Bad zählt zu den ältesten Freibädern Deutschlands und war 1888 als Frauenbadeanstalt errichtet worden.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 14. Februar 2022 | 11:30 Uhr

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